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Neonazis vor seinem Haus

Furcht vor NPD-Demo: Bürgermeister in Sachsen-Anhalt tritt zurück

Magdeburg - Hasserfüllte Parolen und Polizeischutz: Aus Furcht vor einer NPD-Demo vor seinem Haus ist ein Ortsbürgermeister im Süden Sachsen-Anhalts zurückgetreten. Zugleich erhob er Vorwürfe gegen das zuständige Landratsamt.

Er habe seine Familie nicht den hasserfüllten Parolen von mehr als 100 Neonazis und bewaffneten Polizisten, die ihn schützen sollten, aussetzen wollen, teilte Markus Nierth aus der Ortschaft Tröglitz im Burgenlandkreis in einer Stellungnahme mit. Der Schritt wäre nicht notwendig gewesen, hätte das Landratsamt die Versammlung verboten. Erst nach seinem Rücktritt am Donnerstag habe die rechtsextreme Partei den geplanten Aufmarsch vor seinem Haus abgesagt.

Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) sagte am Sonntag, wenn ein ehrenamtlicher Politiker sich so stark bedroht fühle, dass er zurücktrete, sei konsequentes politisches Handeln erforderlich. Der Fraktionschef der Linken im Landtag, Wulf Gallert, nannte den Rücktritt eine Niederlage für alle Menschen, die sich für Weltoffenheit einsetzten. Der Kommunalpolitiker habe sich um eine Willkommenskultur für Flüchtlinge bemüht.

dpa

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