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Ein Zeltlager für Flüchtlinge in der Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne der Polizei in Berlin. Jetzt soll ein Lager in Niederbayern errichtet werden.

Auf Truppenübungsplatz bei Straubing

Bund baut Zeltlager für 5000 Flüchtlinge in Niederbayern

Straubing - Auf dem Truppenübungsplatz der Gäubodenkaserne in Feldkirchen wird ein Zeltlager für 5000 Flüchtlinge entstehen, die dort vorübergehend untergebracht werden sollen.

Es handle sich dabei nicht um eine permanente Unterkunft handeln, sondern um einen „Wartebereich“, so Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag in München. In dem Zeltlager in Feldkirchen bei Straubing sollen Flüchtlinge vorübergehend untergebracht werden, bis sie in das für sie zuständige Bundesland weitergeschickt werden.

Weitere „Wartebereiche“ sind laut Herrmann in anderen Bundesländern geplant. Der Bund wolle

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU)

für den Fall vorsorgen, dass es wieder zu einem größeren Flüchtlingsansturm komme. Das werde im Moment aber nicht erwartet. Bayern beherbergt nach Herrmanns Angaben inzwischen 30.000 Flüchtlinge, die eigentlich von den übrigen 15 Bundesländern aufgenommen werden müssten. „Es kann nicht sein, dass Bayern allein ständig den Puffer bildet“, sagte der Innenminister.

Fünf Sonderzüge zur Verteilung von Flüchtlingen

Um die Verteilung der Flüchtlinge zu beschleunigen, sollen täglich 2500 Menschen mit fünf Sonderzügen aus Bayern in andere Bundesländer gebracht werden. Für das bevorstehende Oktoberfest hat die Staatsregierung einen Koordinierungsstab eingerichtet. Züge mit Flüchtlingen sollen den Münchner Hauptbahnhof nach Möglichkeit nicht anfahren. Außerdem werden einige Wiesn-Sonderzüge für Oktoberfestbesucher ausfallen. Denn Loks und Waggons werden für Flüchtlinge gebraucht. "Das ist unvermeidbar", sagte Herrmann. Flüchtlinge sollten aber nicht von der Wiesn ferngehalten werden.

dpa

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