Der Bund der Steuerzahler will der Benutzung von Dienstwägen der Ministerien nachgehen.
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Der Bund der Steuerzahler will der Benutzung von Dienstwägen der Ministerien nachgehen.

Bund der Steuerzahler hakt bei Dienstwägen nach

Berlin - Der Steuerzahlerbund nutzt den aktuellen Vorfall des gestohlenen Dienstwagens von Ulla Schmidt und will eine Anfrage bei allen Ministerien zur Verwendung der Dienstfahrzeuge starten.

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt war am Wochenende ein auch privat genutzter Dienstwagen in Spanien gestohlen worden.

Der Geschäftsführer des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, sagte am Montag bei N24: “Das ist jetzt auch der Vorfall, den wir zum Anlass nehmen, um mal nachzufragen.“

Holznagel erklärte weiter: “Wenn das Dienstauto nicht geklaut worden wäre, dann wäre das gar nicht aufgefallen. Und deswegen fragen wir jetzt mal nach, ob das gängige Praxis ist, dass im Urlaub dienstliche Termine vereinbart werden.“

Dazu müsse die Bundesregierung Stellung nehmen. Die Limousine war Schmidt nahe Alicante gestohlen worden. Diebe hatten das Zimmer ihres Fahrers aufgebrochen und die Schlüssel entwendet. Holznagel warf der SPD-Politikerin vor, nicht sofort alle Fakten auf den Tisch gelegt zu haben.

“Frau Schmidt hat hin- und hergerudert. Als wir am Samstag nachgefragt haben, sagte sie, sie nutzt ihn nicht privat, sie hat ein eigenes Auto vor Ort. Mittlerweile sagte das Ministerium, sie nutzt ihn doch privat und zahlt auch dafür. Fakt bleibt, der Wagen musste von Berlin nach Alicante, und das kostet sehr viel Geld.“ Zu bewältigen sind hin und zurück fast 5.000 Kilometer.

AP

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