+
Ilse Aignerwill weiter um den Neubau von Gaskraftwerken kämpfen.

Bund sträubt sich gegen Gaskraftwerk

  • schließen

München - Bayern scheint den Kampf um neue Reserve-Gaskraftwerke zu verlieren. Die Bundesnetzagentur bleibt nach Informationen unserer Zeitung bei ihrer strikten Haltung, dass trotz Atomausstieg kein Neubau nötig sei.

Auch bei Dunkelheit, Windstille und langer Kälte stehe zu jeder Zeit genügend Energie bereit. Jetzt Gaskraftwerke unter Zeitdruck zu bauen, sei „ineffizient“ und nicht umweltfreundlich, geht aus der am Freitagabend bekannt gewordenen neuen 100-Seiten-Analyse der Bundesnetzagentur hervor.

Die Staatsregierung und die bayerische Wirtschaft haben das stets in Frage gestellt. Rechnerisch möge das so sein, sagte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) unserer Zeitung. „Mir wäre aber wohler, wenn in Bayern ein Reserve-Gaskraftwerk gebaut würde. Ich werde weiter dafür kämpfen.“ Den Bedarf beziffert sie auf rund ein Gigawatt, das müsse aber nicht ein einzelnes Kraftwerk leisten. „Die Verantwortung für einen Blackout liegt bei der Bundesnetzagentur“, warnte Aigner.

Sie forderte die Bundesregierung zudem auf, eine strategische Gasreserve aufzubauen. „Wir müssen dafür sorgen, dass die Abhängigkeit von Russland nicht noch größer wird.“  

cd

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Nahles wütend: Merkel verhinderte Reise zu EU-Sozialgipfel
Deutschlands Ansehen in Europa beschädigen - das wirft SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles der Bundeskanzlerin vor. Angela Merkel habe verhindert, dass die Bundesregierung …
Nahles wütend: Merkel verhinderte Reise zu EU-Sozialgipfel
Jamaika-Gespräche: Heute „Letzter Versuch“ für Einigung
Bei den Jamaika-Sondierungen soll es heute einen „letzten Versuch“ für eine Einigung geben. Alle aktuellen Informationen im News-Ticker.
Jamaika-Gespräche: Heute „Letzter Versuch“ für Einigung
SPD: Lieber Neuwahlen als Neuauflage der GroKo
Die SPD bleibt bei ihrem Nein zu einer großen Koalition. Und nimmt auch Neuwahlen in Kauf.
SPD: Lieber Neuwahlen als Neuauflage der GroKo
Mehr Fälle von sexuellen Übergriffen bei Bundeswehr gemeldet
Berlin (dpa) - In der Bundeswehr werden nach einem Medienbericht deutlich mehr Fälle von sexueller Belästigung und Vergewaltigung gemeldet als früher.
Mehr Fälle von sexuellen Übergriffen bei Bundeswehr gemeldet

Kommentare