+
Bild des Grauens: Der Berliner Breitscheidplatz nach dem Terrorangriff am 20.12.2016.

12 Tote über 60 Verletzte

Berliner Weihnachtsmarkt: Gedenken an Terroropfer geplant

Zum ersten Jahrestag des Terroranschlags auf dem Berliner Weihnachtsmarkt planen der Bund und Berlin eine Gedenkfeier für die Opfer.

Berlin - Am ersten Jahrestag des Terroranschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche wollen das Land und der Bund gemeinsam an die Opfer erinnern. Bei der Gedenkveranstaltung am 19. Dezember solle ein Mahnmal am Ort des Anschlags enthüllt werden, antwortete die Senatskanzlei auf eine parlamentarische Anfrage der FDP. Die Planungen würden derzeit mit der Bundespolitik abgestimmt.

Am 19. Dezember 2016 war der tunesische Terrorist Anis Amri mit einem gestohlenen Laster in den Markt am Breitscheidplatz gerast. Zwölf Menschen, darunter der polnische Fahrer des Lasters, wurden bei der islamistischen Attacke getötet. Mehr als 60 Menschen wurden teils schwer verletzt.

Riss im Boden soll an Opfer erinnern

Ein goldener Riss im Boden soll bald an die Opfer erinnern. Eine Jury hatte sich im September für diesen Vorschlag entschieden. Der Entwurf des Designerbüros Merz Merz GmbH & Co. KG sieht vor, dass der Riss einen Teil des Bodens auf dem Breitscheidplatz durchzieht und mit einer goldfarbenen Legierung aufgefüllt wird. Die Namen der Todesopfer und ihre Herkunftsländer sollen auf der Vorderseite der Stufen vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche stehen.

Die Inschrift soll lauten: „Zur Erinnerung an die Opfer des Terroranschlags auf dem Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016. Für ein friedliches Miteinander aller Menschen. In dieser Nacht starben:“ Dann folgen die Namen. Es entpreche dem ausdrücklichen Wunsch der Hinterbliebenen, die Namen der Todesopfer am Ort des Gedenkens zu nennen, hieß es.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

SPD-Mitgliedervotum: So hat Altkanzler Schröder abgestimmt
Nach langer Hängepartie haben sich Union und SPD auf einen Koalitionsvertrag verständigt. Nun kommt es auf die Mitglieder der SPD an. Doch in der Partei rumort es. Alle …
SPD-Mitgliedervotum: So hat Altkanzler Schröder abgestimmt
Paradox: Trump will Regeln abschaffen - nun helfen die Melanias Eltern
Es ist durchaus paradox. Die Eltern von Melania Trump haben ein dauerhaftes US-Aufenthaltsrecht erhalten - und das mit großer Wahrscheinlichkeit aufgrund von Regeln, die …
Paradox: Trump will Regeln abschaffen - nun helfen die Melanias Eltern
Index veröffentlicht: So korrupt geht es in Deutschland zu
Die Organisation Transparency International hat wieder ihren jährlichen Korruptionswahrnehmungsindex herausgegeben. Deutschland ist im Vergleich zu vergangenen Jahren …
Index veröffentlicht: So korrupt geht es in Deutschland zu
Bulgaren erleben mehr Korruption als Menschen in Ruanda
Westeuropa steht in Sachen Korruption besser da als jede andere Region der Welt. Für einige EU-Staaten in Osteuropa gilt das jedoch nicht. Auch Beitrittskandidaten wie …
Bulgaren erleben mehr Korruption als Menschen in Ruanda

Kommentare