+
Zu den größten Geschäften gehörte der Verkauf von fast 64 000 Eisenbahnerwohnungen an den Immobilienkonzern Deutsche Annington. Foto: Caroline Seidel/Archiv

Bund verkaufte seit Wiedervereinigung 353 000 Wohnungen

Berlin (dpa) - Der Bund hat seit der Wiedervereinigung den Großteil seines Wohnungsbestands an Investoren verkauft. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die dem "Spiegel" vorliegt.

Seit 1994 hat der Bund demnach knapp 353 000 Wohnungen veräußert - übrig geblieben sind noch etwa 46 000. Das Bundesfinanzministerium beziffert die Verkaufserlöse in dem Schreiben auf rund 7,8 Milliarden Euro. Allerdings räumt es ein, dass für Zehntausende verkaufte Wohnungen der heutigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben keine Erlöszahlen vorlägen; die Einnahmen dürften also noch wesentlich höher liegen.

Zu den größten Geschäften gehörte der Verkauf von fast 64 000 Eisenbahnerwohnungen an den Immobilienkonzern Deutsche Annington zur Jahrtausendwende und von 83 000 Wohnungen der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte an den Hedgefonds Fortress im Jahr 2004. Für die stellvertretende Fraktionschefin der Linken im Bundestag, Caren Lay, steht fest: "Mit dieser Privatisierungspolitik trägt der Bund eine erhebliche Mitschuld an der aktuellen Mietenexplosion."

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Irrfahrt auf dem Mittelmeer: Deutsches Schiff mit Flüchtlingen darf nirgends anlegen
Erneut ist ein Rettungsschiff mit vielen Migranten an Bord auf Irrfahrt auf dem Mittelmeer: Der deutsche Lifeline wird die Einfahrt in einen Hafen verweigert.
Irrfahrt auf dem Mittelmeer: Deutsches Schiff mit Flüchtlingen darf nirgends anlegen
Auch Malta verwehrt deutschem Rettungsschiff die Einfahrt
Italien macht Jagd auf private Seenotretter. Derweil sterben massenweise Migranten im Mittelmeer - und eine deutsche Hilfsorganisation irrt übers Meer. Für Innenminister …
Auch Malta verwehrt deutschem Rettungsschiff die Einfahrt
Verpönte Gesänge auf Bundeskongress: AfD-Spitze rügt „Junge Alternative“
Die AfD-Spitze hat den Vorsitzenden ihrer Jugendorganisation „June Alternative“ aufgefordert, in den eigenen Reihen für „Ordnung“ zu sorgen. Hintergrund ist um
Verpönte Gesänge auf Bundeskongress: AfD-Spitze rügt „Junge Alternative“
Asyl-Streit: Söder sieht deutsche Demokratie in Gefahr, wenn CSU sich nicht durchsetzt 
Die Asyl-Krise zwischen Angela Merkel und Horst Seehofer spitzt sich zu. Am Sonntag sollen bei einem Mini-Gipfel in Brüssel Lösungen gefunden werden. Alle Entwicklungen …
Asyl-Streit: Söder sieht deutsche Demokratie in Gefahr, wenn CSU sich nicht durchsetzt 

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.