Bundesagentur-Vorstand optimistisch

Handwerk soll Potenzial von Migranten stärker nutzen

Nürnberg - Bundesagentur-Vorstandsmitglied Raimund Becker sieht für Flüchtlinge vor allem im Handwerk und in Kleinbetrieben gute Job- und Ausbildungschancen.

Becker verwies dabei auf die handwerklichen Fertigkeiten, die viele Flüchtlinge aus ihrer Heimat mitbrächten. „Die handwerklichen Erfahrungen der Geflüchteten verhelfen bei kleineren Unternehmen schneller zu Integrationsansätzen“, sagte Becker der Deutschen Presse-Agentur in Nürnberg.

Auch gebe es für manche Handwerksberufe nur vergleichsweise wenige inländische Bewerber, gab Becker zu bedenken. Das Handwerk und Kleinbetriebe sollten daher das Potenzial der Migranten stärker nutzen. Grußunternehmen stünden dagegen weniger unter Druck, weil sie meist genügend Lehrstellenbewerber hätten, berichtet der Bundesagentur-Manager.

Trotzdem gebe es auch bei größeren Unternehmen ermutigende Signale. Als Beispiel nannte er Thyssenkrupp. Das Unternehmen habe aus eigener Kraft zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylbewerber angeboten. In enger Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit habe der Konzern seit Herbst vergangenen Jahres 44 Praktikumsplätze und 200 Praktikumsplätze für junge Flüchtlinge geschaffen. Auch die Bundesagentur versuche ihren Beitrag zu leisten: Aktuell hätten 64 junge Flüchtlinge eine Ausbildung bei der BA begonnen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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