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Beate Zschäpe mit ihren Anwälten im Gerichtssaal. 

Nebenkläger erwarten Schuldsprüche

NSU-Prozess: Bundesanwaltschaft beginnt heute mit Plädoyer

Der NSU-Prozess hat im Mai 2013 begonnen, das Gericht hat 815 Zeugen und 42 Sachverständige angehört. Heute beginnt die Bundesanwaltschaft mit ihrem Plädoyer.

München - Vor dem Oberlandesgericht München beginnen heute die Plädoyers im NSU-Prozess. Ab 11 Uhr soll zunächst die Bundesanwaltschaft ihren Schlussvortrag halten. Bundesanwalt Herbert Diemer schätzte die Sprechzeit dafür auf 22 Stunden. Wir begleiten die Plädoyers im Live-Ticker.

Hauptangeklagte im NSU-Prozess ist Beate Zschäpe. Sie lebte fast 14 Jahre mit den Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund. 

Das Anklage-Plädoyer soll nach der Planung des Gerichts auf die Prozesstage bis zum 1. August verteilt werden. Anschließend ist die Verhandlung während der bayerischen Sommerferien unterbrochen. Die Plädoyers der anderen Prozessparteien folgen ab September.

Hauptangeklagte in dem Verfahren ist Beate Zschäpe. Sie lebte fast 14 Jahre mit den Terroristen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt im Untergrund. Die beiden Männer sollen während dieser Zeit zehn Menschen ermordet haben, neun von ihnen aus rassistischen Motiven. Zschäpe ist als drittes und einzig überlebendes Mitglied des "Nationalsozialistischen Untergrunds" wegen Mittäterschaft an allen Verbrechen angeklagt. Ihr droht lebenslange Haftstrafe.

Am Dienstag hatte der Vorsitzende Richter Manfred Götzl die Beweisaufnahme für beendet erklärt. Der Prozess hatte am 6. Mai 2013 begonnen. Das Gericht hörte 815 Zeugen und 42 Sachverständige. 

Die Nebenkläger erwarten vor allem eins: Schuldsprüche

Die Nebenkläger im Münchener Prozess gegen die rechte Terrorgruppe NSU erwarten, dass die Bundesanwaltschaft in ihrem Plädoyer eine Verurteilung aller Angeklagten fordert. Wie die Opfer-Anwältin Seda Basay-Yildiz der Deutschen Presse-Agentur sagte, hoffen ihre Mandanten zudem auf einen zügigen Abschluss des Verfahrens nach vier nervenaufreibenden Jahren. Welches Strafmaß für die Hauptangeklagte Beate Zschäpe angebracht wäre, dazu wollte sie sich nicht äußern.

Merkur.de* in München hat alles Wichtige zum NSU-Prozess auf dieser Themenseite gesammelt. 

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dpa

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