+
Der Angeklagte Kreshnik B. im Hochsicherheitssaal des Oberlandesgerichts in Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler/Archiv

Bundesanwaltschaft fordert Haftstrafe im ersten IS-Prozess

Frankfurt/Main (dpa) - Im ersten deutschen Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat die Bundesanwaltschaft vier Jahre und drei Monate Haft gefordert.

Dabei solle Jugendstrafrecht für den 20-jährigen Angeklagten angewendet werden. Der Syrien-Rückkehrer Kreshnik B. ist wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland angeklagt.

Der Vertreter der Bundesanwaltschaft plädierte damit auf das obere Strafmaß, auf das sich der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Frankfurt, die Bundesanwaltschaft und die Verteidigung zuvor verständigt hatten.

Der Verteidiger verlangte eine Gefängnisstrafe von drei Jahren und drei Monaten für seinen Mandanten. Das ist die in der Vereinbarung festgelegte Mindeststrafe.

Der ursprüngliche Vorwurf, die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat im Ausland, wurde im Rahmen der Vereinbarung fallen gelassen. Voraussetzung für diese Vereinbarung war, dass der Angeklagte ausführlich auf die Fragen des Gerichtes und der Bundesanwaltschaft antwortet.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ermittlungen gegen mutmaßliche IS-Mitglieder aus Amri-Umfeld
An Waffen und Sprengstoff ließ sich einer der jungen Männer in Syrien oder Irak nach Überzeugung der Berliner Staatsanwaltschaft ausbilden. Vier mutmaßliche Islamisten …
Ermittlungen gegen mutmaßliche IS-Mitglieder aus Amri-Umfeld
Bericht: EU-Kommission bereitet Verfahren gegen Polen vor
Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission bereitet sich nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" auf ein Rechtsstaatsverfahren gegen Polen vor.
Bericht: EU-Kommission bereitet Verfahren gegen Polen vor
Regulierungsbehörde beschließt Aus für Netzneutralität in den USA
Die US-Regulierungsbehörde FCC hat am Donnerstag die Regelungen zur Netzneutralität aufgeweicht.
Regulierungsbehörde beschließt Aus für Netzneutralität in den USA
EU-Gipfel für Verlängerung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland
Der EU-Gipfel hat grünes Licht für eine Verlängerung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise gegeben.
EU-Gipfel für Verlängerung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland

Kommentare