+
Das Finanzministerium hat in der Amtszeit des damaligen Ministers und heutigen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück rund 1,8 Millionen Euro Berater-Honorar an die Anwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer gezahlt.

Unter Peer Steinbrück

Finanzministerium zahlte 1,8 Millionen an Kanzlei

Berlin - Das Finanzministerium hat in der Amtszeit des damaligen Ministers und heutigen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück rund 1,8 Millionen Euro Berater-Honorar an die Anwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer gezahlt.

Die Höhe teilte das Finanzministerium erst mit, nachdem die „Bild“-Zeitung auf Herausgabe dieser Information geklagt hatte. Ein Sprecher des Finanzministeriums bestätigte am Freitag die Summe. Sie betrug demnach exakt 1 831 397,38 Euro.

Da Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse der Kanzlei betroffen gewesen seien, habe man dort zunächst die Zustimmung zur Veröffentlichung eingeholt, sagte der Sprecher. Des Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin zur Veröffentlichungspflicht fiel am 20. Dezember. Einen Tag später sei die Entscheidung beim Ministerium eingegangen. Nachdem das Einverständnis der Kanzlei vorgelegen habe, sie die Summe der Zeitung mitgeteilt worden.

Bei den Berater-Honoraren geht es um die Zeit zwischen dem 22. November 2005 und dem 27. Oktober 2009. Die Kanzlei hatte unter anderem an dem Gesetz zur Bankenrettung mitgewirkt. Im Oktober war bekannt geworden, dass Steinbrück 2011 einen Vortrag bei der Anwaltsfirma gehalten hatte.

Politik 2012 in Zitaten

"Europa scheitert, wenn der Euro scheitert" - Politik 2012 in Zitaten 

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Merkel wartet auf SPD: „Ich versuche, meine Pflichten vernünftig zu erfüllen“
Seit über einer Woche herrscht schon Stillstand: Am Sonntagnachmittag wird sich die SPD für oder gegen die GroKo entscheiden - der Ausgang der Abstimmung scheint offen. …
Merkel wartet auf SPD: „Ich versuche, meine Pflichten vernünftig zu erfüllen“
Tote bei Angriff auf großes Hotel in Kabul
Kabul (dpa) - Vier Unbekannte haben am späten Samstagabend in der afghanischen Hauptstadt Kabul ein großes Hotel angriffen und schießen nach Medienberichten auf Gäste.
Tote bei Angriff auf großes Hotel in Kabul
Mächtige SPD-Verbände setzen Schulz unter Zugzwang
Viele in der SPD wollen sich mit den Ergebnissen der Sondierungen über eine große Koalition nicht zufrieden geben. Vor dem entscheidenden Parteitag spitzt sich die …
Mächtige SPD-Verbände setzen Schulz unter Zugzwang
Ein Jahr US-Präsident Trump: „Eine endlose Abfolge von Lügen“
Zwölf Monate hält Donald Trump nun schon das Amt des US-Präsidenten inne. Das sagt die Presse zu einem Jahr Trump. 
Ein Jahr US-Präsident Trump: „Eine endlose Abfolge von Lügen“

Kommentare