+
Erstversorgung von Flüchtlingen am Hauptbahnhof in München. Ab Dezember schafft der Bund 10 000 zusätzliche Plätze im Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug. Foto: Sven Hoppe/Archiv

Zur Unterstützung der Integration

Bundesfreiwilligendienst ab Dezember offen für Flüchtlinge

Berlin - Um den vielen Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe unter die Arme zu greifen, finanziert der Bund ab Dezember bis zu 10 000 zusätzliche Plätze im Bundesfreiwilligendienst.

Das Programm "Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug" läuft bis zum 31. Dezember 2018 und kostet 50 Millionen Euro.

Kommunen und Verbände könnten die Stellen mit einheimischen Freiwilligen besetzen oder mit Flüchtlingen, die dann anderen Flüchtlingen helfen, teilte das Bundesfamilienministerium mit. Ministerin Manuela Schwesig (SPD) sagte: "Im Hinblick auf den Zuzug der vielen von Krieg und Terror bedrohten Flüchtlinge in unserem Land ist es wichtig, dass wir die Flüchtlinge bei der Integration in unsere Gesellschaft tatkräftig unterstützen."

Derzeit gibt es bereits 35 000 Stellen im Bundesfreiwilligendienst. Die Freiwilligen, die ihren Dienst im Regelfall zwölf Monate leisten, sind unter anderem im Naturschutz, in der Altenpflege oder in der Jugendarbeit beschäftigt. Sie erhalten ein Taschengeld von maximal 363 Euro pro Monat und einen Zuschuss zur Sozialversicherung. Unterkunft und Verpflegung können gestellt werden. Nicht nur bei Flüchtlingen, sondern auch bei einheimischen Beziehern staatlicher Leistungen wird das Taschengeld auf den jeweiligen Betrag angerechnet.

F&A zum Bundesfreiwilligendienst

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Paris bringt brisante Arbeitsmarktreform auf den Weg
Arbeitsmarktreformen stoßen in Frankreich regelmäßig auf erbitterten Widerstand und sind nur schwer durchzusetzen. Auch der neue Präsident Emmanuel Macron wird das zu …
Paris bringt brisante Arbeitsmarktreform auf den Weg
Granaten auf Oberstes Gericht - Maduro mobilisiert Armee
In Venezuela hat nach Angaben von Präsident Nicolás Maduro ein Polizeihubschrauber zwei Granaten auf das Oberste Gericht abgeworfen. Maduro versetzte die Armee in Alarm.
Granaten auf Oberstes Gericht - Maduro mobilisiert Armee
„Auch okay“: Trumps erstaunlicher Wandel bei „Obamacare“
Eine Gesundheitsreform - das war Donald Trumps großes Ziel. Nach der nächsten Schlappe klingt das aber plötzlich ganz anders. Ohnehin rügen selbst Groß-Investoren sein …
„Auch okay“: Trumps erstaunlicher Wandel bei „Obamacare“
Granatenangriff auf Venezuelas höchstes Gericht
Wilde Spekulationen in Venezuelas Hauptstadt: Soll Präsident Maduro gestürzt werden? Der angeschlagene Staatschef droht mit einer blutigen Verteidigung des Sozialismus.
Granatenangriff auf Venezuelas höchstes Gericht

Kommentare