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Minuten nach Amtsübernahme: Herbe Umfrage-Klatsche für Neu-Kanzler Scholz und Ampel

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Von: Patrick Mayer

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Olaf Scholz übernimmt als Bundeskanzler in Deutschland. In einer Umfrage wird dem neuen Regierungschef und der Ampel aus SPD, Grünen und FDP nicht viel Zeit eingeräumt. 

München/Berlin - Olaf Scholz (SPD) übernimmt von Angela Merkel (CDU). Der Sozialdemokrat ist der 9. Bundeskanzler Deutschlands. An diesem Mittwoch (8. Dezember) wurde der Niedersachse zuerst mit 395-Ja-Stimmen im Deutschen Bundestag gewählt und dann von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ernannt. Gemäß dem Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP geht der 63-Jährige fortan ambitionierte Ziele an. Doch, wird er diese auch erreichen?

Olaf Scholz (SPD): Umfrage-Watschn‘ zum neuen Bundeskanzler Deutschlands

Schon Minuten nach seiner Vereidigung wurde eine markante Umfrage publik. So glauben fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland nicht daran, dass Olaf Scholz länger als vier Jahre Bundeskanzler bleibt. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) rechnen dagegen 20 Prozent der Befragten damit, dass die von dem SPD-Politiker geführte Ampel-Regierung von SPD, Grünen und FDP schon vor der nächsten Bundestagswahl 2025 auseinanderbricht. Weitere 44 Prozent der Befragten gehen davon, dass Scholz vier Jahre im Amt bleibt, aber dann nicht wiedergewählt wird. Nur 16 Prozent erwarten eine zweite Amtszeit. Und gerade einmal 1,3 Prozent der Befragten trauen Scholz zu, so lange wie seine Vorgängerin Angela Merkel (CDU) im Amt zu bleiben: 16 Jahre.

Neuer Kanzler der Bundesrepublik Deutschland: Olaf Scholz (SPD).
Neuer Kanzler der Bundesrepublik Deutschland: Olaf Scholz (SPD). © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Scholz sieht seine Zukunft als Regierungschef freilich optimistischer. Mehrfach hatte der einstige Regierende Bürgermeister von Hamburg erklärt, dass er die Ampel-Regierung als langfristiges Projekt über diese Wahlperiode hinaus sehe. Die Koalition trete an, „um miteinander freundlich zusammenzuarbeiten und um wiedergewählt zu werden“, sagte er noch am vergangenen Samstag auf dem SPD-Parteitag, bei dem die Delegierten dem Koalitionsvertrag zustimmten.

Er versprach auch, die anstehenden Herausforderungen beherzt anzugehen: „Ein Aufbruch kann für Deutschland stattfinden“, sagte er. Die Bevölkerung erwartet einen solchen Aufbruch aber offenbar nicht. Das besagt zumindest die Umfrage von YouGov.

So rechnet nicht einmal ein Viertel der Menschen in Deutschland (22 Prozent) mit großen Veränderungen durch die neue Regierung. 51 Prozent der Befragten glauben, dass die Ampel nur wenig verändern wird. 16 Prozent stellen sich auf gar keine Veränderungen ein. 11 Prozent machen keine Angaben.

Neuer Kanzler Olaf Scholz (SPD): Umfrage sieht Erfolg von Ampel-Regierung skeptisch

Mit der Arbeit der scheidenden Kanzlerin Merkel in den vergangenen 16 Jahren ist eine klare Mehrheit der Menschen in Deutschland (55 Prozent) indes zufrieden. Unzufrieden zeigen sich in der Umfrage nur 38 Prozent. 7 Prozent machten keine Angaben. Währenddessen beginnt die Arbeit für Scholz und seine Mitstreiter um die künftigen Minister Annalena Baerbock und Robert Habeck (Die Grünen) sowie Christian Lindner (FDP). (pm/mit dpa)

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