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Facebook stellt mit den persönlichen Daten der Nutzer offenbar mehr an, als erlaubt.

Nach Skandal

Bundeskartellamt wirft Facebook Datenmissbrauch vor

Bundeskartellamt erhebt schwere Vorwürfe gegen Facebook. Daten sollen missbraucht worden sein - und das nicht nur von der eigenen Seite.

Bonn - Das Bundeskartellamt hat Facebook missbräuchliches Verhalten beim Datensammeln vorgeworfen. "Wir gehen nach derzeitigem Stand davon aus, dass Facebook sich zumindest beim Sammeln und Verwerten von Daten aus Drittquellen außerhalb von Facebook missbräuchlich verhält", sagte Behördenchef Andreas Mundt dem Tagesspiegel (Dienstagsausgabe).

Mithilfe von Schnittstellen würden teilweise auch dann Daten an Facebook fließen, wenn andere Internetseiten besucht werden. "Dies geschieht sogar schon, wenn man beispielsweise einen 'Gefällt Mir-Button' gar nicht nutzt, aber eine entsprechende Seite aufgerufen hat, in die ein solcher Button eingebettet ist", kritisierte Mundt. Den Nutzern sei das nicht bekannt.

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Die Bonner Behörde geht seit 2016 dem Verdacht nach, dass Facebook seine starke Position auf dem Markt missbraucht. "Nach unserer bisherigen Einschätzung hat Facebook im Bereich der sozialen Netzwerke eine marktbeherrschende Stellung", sagte Mundt.

Cambridge Analytica steht im Zentrum des Skandals um den mutmaßlichen Datenmissbrauch bei Facebook. Es soll die Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern illegal für den Wahlkampf des heutigen US-Präsidenten Donald Trump ausgewertet und dann gezielt eingesetzt haben. Die Affäre führte international zu scharfer Kritik an Facebook.

AFP

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