Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hält ihre zweite sicherheitspolitische Grundsatzrede im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg)
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Die aktuelle Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer

Liste der Bundesministerien 

Bundesministerien der BRD: Diese Ministerien hat es schon gegeben

Es gibt neun ehemalige und 14 aktuelle Bundesministerien 

  • Ein Bundesministerium ist eine oberste Bundesbehörde und wird von einem Bundesminister geleitet
  • In der Geschichte der Bundesrepublik gab es über 20 Ministerien
  • In der aktuellen Legislaturperiode und dem Kabinett Merkel IV gibt es 14 Bundesministerien

Beim Bundesministerium handelt es sich um eine Behörde der Bundesrepublik Deutschland, die einem Bundesminister zuzuordnen ist. Die Bundesminister leiten ihre Ressorts in ihrer eigenen Verantwortung und sind entsprechend Art. 62 GG Teil der Bundesregierung.

Liste ehemaliger Bundesministerien

Nicht jedes Bundesministerium war mit langem Leben gesegnet. Einige Ministerien waren lediglich Kinder ihrer Zeit, andere wurden von der Zeit überholt. Gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und technologische Transformationen verlangen mitunter entsprechende Veränderungen von den Ministerien. Ministerien wurden in der Vergangenheit immer schon abgeschafft, zusammengelegt, reformiert oder anderweitig verändert. Hier gibt es eine Liste von Bundesministerien, die heute in dieser Form nicht mehr existieren:

  • Bundesministerium für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder
  • Bundesministerium für die Angelegenheiten des Bundesverteidigungsrates
  • Bundesministerium für Forschung und Technologie
  • Bundesministerium für Frauen und Jugend
  • Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen
  • Bundesministerium für Post und Telekommunikation
  • Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau
  • Bundesschatzministerium
  • Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

Bundesministerium für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder

1949 errichteten die Verantwortlichen das Bundesministerium für Angelegenheiten des Bundesrates. Ab 1957 firmierte die Behörde unter der Bezeichnung Bundesministerium für Angelegenheiten des Bundesrates und der Länder. Dieses war dafür zuständig, den Informationsfluss zwischen Bundesländern und Bundesregierung sicherzustellen. Seit 1969 übernimmt das Bundeskanzleramt diese Aufgabe.

Bundesministerium für die Angelegenheiten des Bundesverteidigungsrates

Von 1964 bis 1967 existierte das Bundesministerium für die Angelegenheiten des Bundesverteidigungsrates für nur eine einzige Legislaturperiode. Der einzige Bundesminister war Heinrich Krone (*01.12.1895, †1989). Das Bundesministerium saß dem Bundesverteidigungsrat vor und koordinierte die Tätigkeit der einzelnen Bundesnachrichtendienste. Vorher und nachher oblag diese Aufgabe dem deutschen Bundeskanzleramt.

Bundesministerium für Forschung und Technologie

Das Bundesministerium für Forschung und Technologie gab es von 1972 bis 1994. Im Anschluss fand eine Fusion mit dem Bildungsministerium statt, das fortan das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie war.

Bundesministerium für Frauen und Jugend

Das Bundesministerium für Frauen und Jugend kümmerte sich von 1991 bis 1994 um alle Angelegenheiten, die speziell den weiblichen und jugendlichen Teil der Bevölkerung betrafen. 1994 legte die Bundesregierung das ehemalige Ministerium mit dem Familienministerium zusammen. Dies hieß fortan Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen

Das Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen existierte seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 1949. Das Ministerium war für die Beziehung zwischen der BRD und DDR zuständig. Nach der Wiedervereinigung im Jahr 1991 erfolgte die Auflösung.

Bundesministerium für Post und Telekommunikation

Das Bundesministerium für Post und Telekommunikation ist ein weiteres Ministerium, das seit der Gründung der BRD existierte. Das Ministerium kümmerte sich um alle staatlichen Aufgaben im Bereich Post- und Fernmeldewesen. Nach der Auflösung 1997 übernahmen das Bundesministerium der Finanzen und das Bundesministerium für Wirtschaft diese Aufgabe.

Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau

Das Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau existierte von 1949 bis 1998. Anschließend fand die Zusammenlegung mit dem Bundesverkehrsministerium statt. Die oberste Bundesbehörde kümmerte sich zunächst um den Wiederaufbau Deutschlands.

Bundesschatzministerium

Das Bundesschatzministerium ist eine ehemalige Bundesbehörde, die von 1949 bis 1969 existierte. Im Anschluss übernahmen die Bundesministerien der Finanzen und für Wirtschaft die Aufgaben. Der Sitz des Ministeriums befand sich im Haus Carstanjen in Bad Godesberg in Bonn.

Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte

Ebenfalls zwanzig Jahre gab es das Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte, das sich um die Integration von Vertriebenen und Flüchtlingen sowie den Lastenausgleich kümmerte. Neun Bundesminister gab es bis zur Auflösung 1969.

Liste aktueller Bundesministerien

In der aktuellen Legislaturperiode und der vierten Amtszeit von Angela Merkel (*17.07.1954) gibt es 14 verschiedene Bundesministerien. Die folgende Liste zeigt die verschiedenen Ministerien:

Bundesministerium der Finanzen

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) kümmert sich um die Staatsfinanzen der Bundesrepublik Deutschland. Dazu gehören die regelmäßige Erstellung von Berichten, die Finanzdienstleistungsaufsicht oder das Steuerwesen. Aktueller Finanzminister ist der SPD-Politiker Olaf Scholz (*14.06.1958).

Das Bundesministerium der Finanzen befindet sich in der Wilhelmsstraße 97 in Berlin

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

Die Bezeichnung Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ist relativ jung. Bis 2018 firmierte das Ministerium unter dem Namen Bundesministerium des Innern. Dies ist für die innere Sicherheit, den öffentlichen Dienst, politische Bildung und viele weitere Bereiche zuständig. Aktuell führt der CSU-Politiker Horst Seehofer (*04.07.1949) als Innenminister die Behörde.

Auswärtiges Amt

Eine weitere Bundesbehörde ist das Auswärtige Amt (AA). Dies hat einen Sitz in Berlin und Bonn. Das Auswärtige Amt bildet den Auswärtigen Dienst, der sich um alle auswärtigen Angelegenheiten des Bundes kümmert. Aktuell ist der SPD-Politiker Heiko Maas (*19.09.1966) Bundesminister des Auswärtigen.

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gibt es seit 1949. Dies widmet sich der Europa-, Wirtschafts- und Energiepolitik. Zudem gehören Digital- und Innovationspolitik zu den Aufgaben des Ministeriums. Peter Altmeier (*18.06.1958) von der CDU steht dem Ministerium vor.

Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Das BMJV kümmert sich um die rechtliche Organisation und verbraucherschutzrechtliche Probleme. Zudem behandelt das Bundesministerium auch modernen Themen wie rechtliche Lösungen für Freiraum und Gerechtigkeit im digitalen Zeitalter. Aktuelle Ministerin ist Christine Lambrecht (*19.06.1965).

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Das Bundesarbeitsministerium gibt es seit 1949. Der Hauptsitz ist in Berlin. Der aktuelle Bundesminister für Arbeit und Soziales ist Hubertus Heil (*03.11.1972) von der SPD. Das Ministerium kümmert sich um die Arbeitsmarktpolitik, den Arbeitsschutz und das Arbeitsrecht.

Bundesministerium der Verteidigung

Das Bundesverteidigungsministerium gibt es erst seit 1955. Das Fachressort kümmert sich um alle militärischen Angelegenheiten. Zudem obliegt dem Verteidigungsminister das Kommando über die Bundeswehr. Seit Juli 2019 leitet die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (*09.08.1962) das Ressort.

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat seinen Hauptsitz in Bonn und beschäftigt circa 900 Mitarbeiter. Aktuell ist die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Klöckner (*16.12.1972) an der Spitze des Ministeriums.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat zwei Dienstsitze: Berlin und Bonn. Themen des Bundesministeriums sind Familienpolitik, Gleichstellung oder Wohlfahrtspflege. Aktuell führt Franziska Giffey (*03.05.1978) von der SPD das Ministerium.

Bundesministerium für Gesundheit

Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gibt es seit 1961. Aktuell führt der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (*16.05.1980) das Ministerium. Aufgaben des BMGs sind beispielsweise die Erhaltung der Leistungsfähigkeit der Krankenversicherungen, die Erarbeitung von gesundheitsrechtlichen Vorschriften und eine internationale Gesundheitspolitik.

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur

CSU-Mann Andreas Scheuer (*26.09.1974) ist der aktuelle Bundesverkehrsminister. Das von ihm geleitete Ministerium ist zuständig für die Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur sowie die Schaffung der technologischen Infrastruktur für die Digitalisierung.

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Seit 1986 gibt es das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, das sich um die Themen Nachhaltigkeit, Klimawandel und Umweltschutz kümmert. Geleitet wird das BMU aktuell von der Ministerin Svenja Schulze (*29.09.1968) von der SPD.

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist eine Bundesbehörde mit Sitz in Bonn. 1955 erfolgte die Gründung als Bundesministerium für Atomfragen. Anja Karliczek (*29.04.1971) steht aktuell an der Spitze des Ressorts.

Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Ein oft unbeachtetes aber für die internationale Zusammenarbeit enorm wichtiges Ministerium ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das seit 1961 existiert. Das Ministerium kümmert sich um die Entwicklungsarbeit und unterstützt NGOs finanziell. Seit 1998 ist das BMZ Teil des Bundessicherheitsrats.

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