Franziska Giffey (SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, spricht im Bundestag zum Bundeshaushalt 2021
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Franziska Giffey setzt sich als Familienministerin im Bundestag für Familien ein

BMFSFJ wurde 1953 gegründet

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Aufgaben und bisherige Minister

Das BMFSFJ vertritt unter anderem die Interessen von Familien

  • Das BMFSFJ hat seinen Dienstsitz in Berlin, wobei die Zahl der Mitarbeiter am Zweitsitz in Bonn größer ist.
  • Neben den Interessen von Familien vertritt das Ministerium insbesondere die Interessen von Senioren, Frauen und Jugendlichen
  • Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berät aktuell über Reformen des Jugendschutzgesetzes

– In Bonn befindet sich der größere der beiden Sitze des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Berlin – Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat Aufgaben aus verschiedenen Kategorien. Neben Familien, Senioren, Frauen, Kindern und Jugendlichen sind hier besonders bürgerschaftliches Engagement, Freiwilligendienste und auch die Wohlfahrtspflege zu nennen. Das BMFSFJ hat seinen offiziellen Hauptdienstsitz in Berlin. In Bonn ist der Dienstsitz, der personell stärker besetzt ist. Die aktuelle Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist Franziska Giffey (*03.05.1978). Sie ist seit 2018 im Amt. Die Ministerin bringt aktuell unter anderem Themen wie eine Reform des Jugendschutzgesetzes zur Sprache. Außerdem ist ein Thema, wie die aktuelle Corona-Pandemie sich auf die sensiblen Gruppen auswirkt, die das Bundesministerium vertritt und wie diese Gruppen besser geschützt werden können.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Die Entwicklung

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurde im Jahr 1953 gegründet. Damals trug es noch den Namen Bundesministerium für Familienfragen. Die Aufgabengebiete erweiterten sich aber schnell, sodass es schon 1957 zum Bundesministerium für Familien- und Jugendfragen wurde. Dieser Name wurde 1963 zu Bundesministerium für Familie und Jugend verschlankt. Das Bundesministerium für Gesundheit war von 1969 bis 1991 in das Bundesministerium für Familie und Jugend eingegliedert. 1986 wurde zudem der Bereich Frauen auch in den Namen des Ministeriums aufgenommen, welches Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit hieß. Diesen Namen trug es aber nur bis 1991. Nach der Ausgliederung des Bereichs Gesundheit wurde das Ministerium in das Bundesministerium für Familie und Senioren sowie das Bundesministerium für Frauen und Jugend aufgeteilt. Diese beiden Ministerien wurden aber 1994 wieder zusammengefasst. Seither trägt das Ministerium seinen aktuellen Namen.

Das Ministerium wird aber auch immer wieder als Bundesfamilienministerium und die Minister als Bundesfamilienminister bezeichnet. Wie der Name sich mehrfach verändert hat, so wurde auch das Aufgabengebiet regelmäßig an die aktuelle gesellschaftliche Lage angepasst. Immer geblieben ist aber der Bereich Familie, der bis heute im Zentrum der Tätigkeit steht.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Die Amtsinhaber

Der erste Bundesfamilienminister war Franz-Josef Wuermeling (*08.11.1900, †1986), ihm folgten die ehemaligen Familienminister Bruno Heck (*20.01.1917, †1989), Aenne Brauksiepe (*23.02.1912, †1997), Käte Strobel (*23.07.1907, †1996), Elsbeth Charlotte Katharina Focke (*08.10.1922, †2016), Antje Huber (*23.05.1924, †2015), Anke Fuchs (*05.07.1937, †2019), Heiner Geißler (*03.03.1930, †2017) und Rita Süssmuth (*17.02.1937). Letztere war die letzte Ministerin, die dieses Amt bekleidet hat, ehe es zur vorläufigen Aufteilung des Ministeriums kam.

Während dieser Aufteilung war Hannelore Rönsch (*12.12.1942) Bundesministerin für Familie und Senioren und Angela Merkel (*17.07.1954) Bundesministerin für Frauen und Jugend. Nachdem die beiden Bereich 1994 wieder vereint wurden, gab es acht weitere Familienministerinnen:

  • Claudia Nolte (*07.02.1966), die das Amt von 1994 bis 1998 bekleidete
  • Christine Bergmann (*07.09.1939), die bis 2002 im Amt war
  • Renate Schmidt (*12.12.1943) war bis 2005 Familienministerin
  • Ursula von der Leyen (*08.10.1958) war bis 2009 Bundesfamilienministerin
  • Kristina Schröder (*03.08.1977) war bis 2013 im Amt
  • Manuela Schwesig (*23.05.1974) war bis 2017 Bundesfamilienministerin
  • Katarina Barley (*19.11.1968) war bis 2018 im Amt

Franziska Giffey ist seit 2018 die Ministerin des Bundesministeriums für Familie Senioren, Frauen und Jugend und damit die 19. Amtsinhaberin seit 1953.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Familienpolitik und Kinder und Jugend

Einer der Hauptaufgabenbereich des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist die Familienpolitik. Hierbei ist das Ministerium dafür zuständig, dass auch innerhalb der Bundesregierung die Familienförderung berücksichtigt wird. Zur Familienförderung gehören das Kindergeld, das Elterngeld, Mutterschutz aber auch eine Arbeitswelt, die zu den Bedürfnissen von Familien passt. Die Rechte von Kindern sind ebenfalls in dem Zuständigkeitsbereich des BMFSFJ angesiedelt. Hierbei stehen unter anderem die Chancengleichheit und die Förderung von Kindern und Jugendlichen im Fokus. Diese Förderung soll unter anderem Nachteile ausgleichen, die Kinder aus sozial schwächeren Familien haben könnten. Außerdem findet sich der Jugendschutz in diesem Bereich wieder. Aktuell wird eine Reform des Jugendschutzgesetztes beraten, mit dem Ziel Jugendlich besser zu schützen und schnell handeln zu können, wenn dies notwendig sein sollte.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Stärker als Gewalt

Eine Folge der Corona-Pandemie ist die Zunahme der Fälle von häuslicher Gewalt innerhalb von Beziehungen und auch gegen Kinder. Darauf möchte das Bundesfamilienministerium aufmerksam machen und tut das unter anderem mit der Kampagne „Stärker als Gewalt“, die dazu auffordert, nicht wegzuschauen, wenn jemand Zeuge von häuslicher Gewalt wird. So soll das Bewusstsein für dieses Problem in der Gesellschaft gestärkt werden.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend weist außerdem darauf hin, dass nicht nur Gewalt von Männern gegen Frauen ein gesellschaftliches Problem darstellt, sondern auch Gewalt von Frauen gegen Männer und hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Gewaltprävention weiter voranzutreiben und Hilfsangebote zu fördern.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Ältere Menschen und Gleichstellung

Senioren gehören zu den Personengruppen, denen das Bundesfamilienministerium besonders verpflichtet ist. Schwerpunkte der Aufgaben sind hierbei:

  • Förderung des selbstständigen Lebens der Senioren
  • Pflege und Hilfe im Alter (in hoher Qualität)
  • Förderung von Seniorenorganisationen
  • Verbesserung des Handelns der Politik im Hinblick auf den demografischen Wandel

Der Bereich Gleichstellung betrifft nicht nur das Bundesfamilienministerium, sondern auch andere Ministerien, sodass das Bundesfamilienministerium mit anderen Ministerien zusammenarbeitet und diese unterstützt, wenn geplante Gesetze den Bereich der Gleichstellung berühren. Ziel dieses Aufgabenbereiches ist, dass die Gleichstellung in allen Bereichen des Lebens weiter vorangetrieben wird. Daher unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Vereine und Organisationen, die die Gleichstellung vorantreiben. Gleichzeitig gehören auch Gesetzentwürfe und das Anstoßen von Veränderungen, wenn diese notwendig sind, in den Aufgabenbereich des Bundesfamilienministeriums.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Bundesfreiwilligendienst und Wohlfahrtspflege

Das Bundesministerium für Familie Senioren, Frauen und Jugend ist maßgeblich an der Gesetzgebung beteiligt, die die Durchführung des Bundesfreiwilligendienstes regelt. Hierzu gehört die Betreuung von Dienststellen, in denen ein solcher Dienst abgeleistet werden kann. Zudem ist die Unterstützung bei der Suche nach einem Platz, wie sie zum Beispiel auf der Seite des BFD angeboten wird, eine Aufgabe des Bundesfamilienministeriums. Es gehören aber auch Regelungen bezüglich der Fortbildungen, Geld- und Sachbezüge der Bundesfreiwilligendienstleistenden zum Aufgabenbereich. Der Bereich der Wohlfahrtspflege konzentriert sich auf soziale Verbände und Einrichtungen, die die Arbeit der Wohlfahrt fördern und fordern.

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