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Hat ach langfristige Folgen im Blick: Bundespräsident Joachim Gauck verwehrt sich protektionistischen Maßnahmen.

Gauck warnt vor nationalen Alleingängen und Abschottung

Berlin - Joachim Gauck macht sich Sorgen um die Zukunft Deutschlands. Gerade aufgrund der Entwicklungen in den USA warnt der Bundespräsident vor Protektionismus.

Mit Blick auf die neue US-Regierung hat Bundespräsident Joachim Gauck vor Schäden für die Weltwirtschaft durch nationale Alleingänge und Abschottung gewarnt. "Protektionistische Maßnahmen mögen auf kurze Sicht manchmal durchaus positive Effekte auf eine Volkswirtschaft haben. Ihre langfristigen Folgen jedoch sind negativ", sagte Gauck am Dienstag in Berlin laut Redetext. Er hielt dort eine Rede zum Amtsantritt des neuen Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf.

Gauck zeigte sich besorgt über die Pläne und Ankündigungen der US-Regierung unter Donald Trump. "Mit dem Amtsantritt des neuen amerikanischen Präsidenten steht zu befürchten, dass gerade jenes Land, das den wichtigsten Absatzmarkt für deutsche Exporte darstellt, sich von den Prinzipien des Freihandels entfernen könnte." Der Bundespräsident räumte zugleich ein, dass es auch in Europa "einen Hang zum nationalen Alleingang" gebe.

Abschottung würde Deutschland erheblichen Schaden beibringen

Gauck warnte vor "verheerenden Auswirkungen" aller Versuche, sich abzuschotten und die Globalisierung zurückzudrehen. Gerade für das Exportland Deutschland würde dies erhebliche Schäden bedeuten.

Der Bundespräsident wies zugleich darauf hin, dass über die Schattenseiten der Globalisierung bislang zu wenig geredet worden sei. Zu ihnen gehöre die "zunehmende Ungleichheit in den Industrieländern".

Verlierer der Globalisierung gebe es auch in Deutschland, betroffen seien vor allem weniger Qualifizierte. "Und ihre Sorgen sollten wir ernst nehmen", mahnte der Präsident. Er rief dazu auf, die Globalisierung so zu gestalten, dass möglichst viele Menschen davon profitieren könnten.

afp

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