Aus Bürgerkriegsland ausgeflogen

Bundesregierung rettet Deutsche aus dem Jemen

Berlin - Die Bundesregierung hat mehr als 100 Menschen aus dem Bürgerkriegsland Jemen ausfliegen lassen, darunter deutsche Staatsbürger.

Das teilte das Auswärtige Amt am Freitag in Berlin mit. Die gecharterte Maschine einer jordanischen Fluglinie landete am Nachmittag im ostafrikanischen Dschibuti. An Bord befanden sich auch Bürger anderer Staaten, darunter zahlreiche aus EU-Ländern, sowie Familienangehörige aus dem Jemen. Von Dschibuti sollen die Evakuierten in ihre Heimatländer zurückfliegen.

Zuletzt hielten sich noch rund 80 Deutsche in dem Bürgerkriegsland Jemen auf. Wie viele von ihnen nun in Sicherheit gebracht wurden, sagte das Auswärtige Amt zunächst nicht.

Auch eine Evakuierung durch die Bundeswehr war erwogen worden. Diese wird es nach jetzigem Stand nicht mehr geben. Darüber wurden nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend die Obleute des Bundestags-Verteidigungsausschusses unterrichtet. Es sei noch eine zweistellige Zahl von Deutschen im Jemen, die auch dort bleiben wollten, hieß es.

Im Jemen kämpfen die schiitischen Huthi-Rebellen gegen Anhänger des aus dem Land geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärallianz bombardiert seit Wochen Stellungen und Waffenlager der Huthis.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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