Neuer Wahlkreis für Starnberg und Landsberg

Ein Abgeordneter mehr für Oberbayern

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Starnberg/München – Das Orakel hat gesprochen: Oberbayern soll im Westen einen zusätzlichen Bundestagsabgeordneten bekommen.

Die vertraulich tagende Wahlkreiskommission hat eine entsprechende Empfehlung abgegeben, führende Abgeordnete haben intern vereinbart, das anzunehmen. Der neue Wahlkreis für Herbst 2017 soll die Landkreise Starnberg, Landsberg und die Stadt Germering umfassen. „Das läuft so“, heißt es auch in der CSU-Spitze.

Vor jeder Wahl werden die Wahlkreise überprüft. Wo es viel Ab- oder Zuwanderung gab, muss neu zugeschnitten werden. So verlangt es das Gesetz. Das ist eine knifflige Aufgabe, denn wie genau die Grenzen verlaufen, um den gesetzlichen Vorgaben zu genügen, kann flexibel gehandhabt werden. Für die Landtagswahl zum Beispiel schneidet sich die alleinregierende CSU unter Nutzung des legalen Spielraums recht variantenreich geformte Gebiete zu. 2013 entstand passenderweise vor der Tür von Parteichef Horst Seehofer ein neuer Stimmkreis.

Im Fall Starnberg ist die Sachlage klarer. Dass 2017 hier ein neuer Wahlkreis sinnvoll wäre, zeichnet sich schon länger ab. Dort liegt die Bevölkerungszahl besonders stark über dem vom Gesetz vorgegebenen Mittelwerten. Allerdings hatte auch die Münchner CSU auf einen Extra-Wahlkreis gehofft.

Nach der Grundsatzeinigung nun soll es recht schnell gehen. In wenigen Wochen beschließt der Bundestag das Gesetz, das die Zuschnitte festzurrt. Ab Ende März können theoretisch vor Ort die Delegierten gewählt werden, die dann ab Ende Juni die Direktkandidaten nominieren.

Aussichtsreicher Bewerber ums Mandat dürfte der Starnberger JU-Kreisvorsitzende Stephan Ebner sein. Gespräche dazu laufen seit Längerem. Der Gautinger hat im Landkreis offenbar breite Unterstützung. 

Rubriklistenbild: © dpa

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