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Bundestagspräsidentin: Unterstützung für Kommunen bei Flüchtlingsversorgung

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Bundestagspräsidentin Bärbel Bas hebt die enge deutsch-französische Zusammenarbeit im Ukraine-Konflikt hervor.
Bärbel Bas, Bundestagspräsidentin © Bernd Von Jutrczenka / picture alliance

Angesichts der zehntausenden ukrainischen Kriegsflüchtlinge hierzulande mahnt Bundestagspräsidentin Bärbel Bas, Städte und Gemeinden bei der Versorgung der Menschen auch langfristig zu unterstützen.

Berlin - Viele Kommunen seien dabei, Infrastruktur und Aufnahmeeinrichtungen zu schaffen. Für sie sei es wichtig, dass sie auch «auf der langen Strecke» nicht alleine gelassen werden, sagte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag). Hier sei auch die Bundesregierung gefordert.

Nach Zahlen der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR haben in den knapp zwei Wochen seit Beginn des russischen Angriffs gut 1,7 Millionen Menschen die Ukraine verlassen müssen. Das Bundesinnenministerium weiß bislang von gut 50 000 nach Deutschland eingereisten Kriegsflüchtlingen. Da es keine Grenzkontrollen gibt, dürfte die tatsächliche Zahl höher liegen.

Bas sagte weiter: «Wir müssen uns darauf einstellen, dass viele traumatisierte Kinder kommen.» Vor Ort sollte gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden Ablenkung und gute Betreuung für sie organisiert werden, fügte sie an. «Viele der Frauen wollen sicher auch hier irgendwie weiterarbeiten, um für sich und die Kinder ein Stück Normalität zu schaffen.»

CDU-Generalsekretär Mario Czaja sagte der «Rheinischen Post», auch der Corona-Impfschutz sei ein Thema bei den Flüchtlingen. «Viele sind nicht geimpft.» Und auch der Masernimpfschutz fehle oft. «Wenn wir die ukrainischen Kinder beschulen wollen, brauchen sie die notwendigen Impfungen und Immunisierungen.»

Auch auf die Schulen komme jetzt eine große Herausforderung zu. «Es fehlt an Lehrkräften, die ukrainisch sprechen. Es fehlt an Klassenräumen. Die Beschulung der Kinder in der Muttersprache muss deshalb in den zentralen Unterkünften stattfinden», sagte der CDU-Generalsekretär. Hinzu komme, dass in einigen Wochen die Fluchterfahrungen der Frauen und Kinder zum Tragen kämen. «Darauf müssen wir vorbereitet sein. Sie brauchen zügig medizinische Hilfe und psychologischen Beistand.» (dpa)

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