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Peter Hintze.

Bundeskanzlerin Merkel betroffen

Bundestagsvizepräsident Peter Hintze gestorben

Berlin - Der Bundestagsvizepräsident und frühere CDU-Generalsekretär Peter Hintze (66) ist tot. Hintze sei in der Nacht auf Sonntag gestoben, teilte eine Sprecherin der nordrhein-westfälischen CDU mit. 

 Hintze litt seit einiger Zeit an einer Krebserkrankung. Der 66-Jährige gehörte dem Bundestag seit 1990 an, von 1992 bis 1998 war er Generalsekretär der CDU.

Mehrere CDU-Politiker äußerten sich bestürzt. "Ich bin todtraurig. Peter Hintze war einer der geistreichsten und warmherzigsten Menschen, denen ich in der Politik jemals begegnet bin", schrieb die frühere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder im Internetdienst Twitter. "Er war geistreich, inspirierend, warmherzig und ein wunderbarer Kollege", schrieb in Twitter der CSU-Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit Betroffenheit auf den Tod von Peter Hintze reagiert. Mit ihm verliere die Union „eine ihrer herausragenden Persönlichkeiten“, teilte die CDU-Vorsitzende am Sonntag mit. Hintze habe „die Politik der CDU Deutschlands wie auch unseres Landes über Jahrzehnte in unterschiedlichsten Funktionen maßgeblich geprägt“. Er sei „ein Mann des offenen Wortes, aber auch des Ausgleichs“ gewesen.

„Unvergessen sind vor allem seine sechs Jahre als Generalsekretär der CDU Deutschlands“, erklärte Merkel, die Hintze seit Jahren zu ihren Vertrauten zählte. „Er gehörte zu den herausragenden intellektuellen Köpfen der Partei, war sensibel für gesellschaftliche Entwicklungen, erkannte frühzeitig die Notwendigkeit zur programmatischen Weiterentwicklung und leistete damit einen wichtigen Beitrag, dass die CDU eine lebendige Volkspartei in der Mitte der Gesellschaft bleiben konnte.“ Der studierte Theologe habe „aus seinem Glauben die Kraft für seine politische Arbeit“ gezogen, so Merkel.

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) würdigte Hintze im Namen des Parlaments als leidenschaftlichen Parlamentarier und einen allseits und über die Fraktionsgrenzen hinaus geschätzten Kollegen. Dieser sei ausgestattet gewesen "mit einer großen Begabung, Brücken zwischen unterschiedlichen Auffassungen und Interessen zu bauen".

"Er war ein leidenschaftlicher Parlamentarier, der in Respekt für die Ansichten anderer leidenschaftlich für seine Sache stritt", erklärte Unions-Fraktionschef Volker Kauder. Hintze "argumentierte scharfsinnig und baute gleichzeitig Brücken". Dabei habe für ihn als Christen "der Schutz der menschlichen Würde eine besondere Bedeutung" gehabt.

dpa/afp

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