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Die Grünen Spitzenkandidaten räumen ihre bittere Niederlage ein.

Stimmen und Reaktionen nach Wahl

Grüne: "Müssen uns bitterer Realität stellen"

Berlin - Sie waren zwischenzeitlich im Stimmungshoch - doch nach den ersten Ergebnissen sind die Grünen ernüchtert. Die Spitzenkandidaten räumen ihre bittere Niederlage ein.

Die Grünen haben nach der Bundestagswahl am Sonntag eine bittere Niederlage eingeräumt. "Wir haben unsere Ziele nicht erreicht", sagte Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt am Sonntag nach Bekanntwerden der ersten Hochrechnungen in Berlin. Nun müsse das Ergebnis "sehr ehrlich und klar" analysiert werden, sagte die Spitzenkandidatin. Koalitionsgespräche mit der Union wollte Göring-Eckardt im ZDF nicht ausschließen. "Aber die Erfolgsaussichten dafür sehe ich nicht besonders groß".

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Göring-Eckardt verwies ebenso wie Ko-Spitzenkandidaten Jürgen Trittin darauf, dass die Grünen im Wahlkampf starkem Gegenwind ausgesetzt gewesen seien.

Jubel und Entsetzen: Die Bundestagswahl 2013

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Er räumte die Niederlage der Grünen an. „Wir hatten zwei Ziele.“ Schwarz-Gelb sollte Rot-Grün weichen - und zwar mit gestärkten Grünen. „Beide dieser Ziele haben wir nicht erreicht, das ist bitter, und wir werden uns dieser bitteren Realtiät gemeinsam stellen müssen“, sagte Trittin auf der Wahlparty der Grünen. Andeutungen über einen möglichen persönlichen Rückzug machte er nicht. „Man kann mal ein Spiel verlieren, dann steht man auf und dann kämpft man weiter“, sagte er.

Die Grünen sind am Sonntag unter die 10-Prozent-Marke gerutscht. Damit zerstoben auch ihre Hoffnungen auf eine Neuauflage der rot-grünen Koalition 1998-2005. Ihr Programm für eine umfassende Energiewende und eine gerechtere Gesellschaft sah auch Steuererhöhungen für Vielverdiener vor. Einen Dämpfer hatte die Partei bei der Bayern-Wahl erhalten. Offenbar kamen ihre Steuerpläne schon dort nicht gut an.

Bei der Bundestagswahl 2009 hatten die Grünen mit 10,7 Prozent aus der Opposition heraus ein Rekordergebnis erzielt. Mit ähnlichen Themen wie heute punkteten sie vor allem bei jungen Wählern. Weil die SPD tief stürzte, reichte es jedoch nicht für Rot-Grün.

Nach der Bundestagswahl ging es bei Landtagswahlen meist aufwärts. Nur drei Mal gab es kleinere Verluste - zuletzt in Bayern. Derzeit sind die Grünen in allen 16 Landtagen vertreten und an sechs Regierungen mit der SPD beteiligt. In Baden-Württemberg stellen sie sogar den Ministerpräsidenten.

AFP

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