Margarete Bausewill dem Landtag 2017 den Rücken kehren.

Wechsel in den Bundestag

Bause tritt in München an

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München – Es könnte eng werden: auf der Liste und mit den Plänen von Margarete Bause. Die Fraktionschefin der Grünen im Landtag plant 2017 den Wechsel in den Bundestag.

Und die gebürtige Niederbayerin, die allerdings schon lange in München wohnt, stellte gestern klar, dass sie ein Mandat in der Landeshauptstadt anstrebt. Zwar kennen die Grünen anders als beispielsweise die CSU keinen Regionalproporz – aber mit Bause gibt es nun schon sehr viele prominente Bewerber aus der Landeshauptstadt.

Bause äußerte sich am Mittwoch vor der Fraktion und später vor der Presse erstmals öffentlich zu ihren Plänen. Sie bestätigte auch, bei den Halbzeitwahlen am 17. Februar erneut für das Amt der Fraktionschefin zu kandidieren. Die Entscheidung für Berlin, die „auch eine private Dimension“ habe, sei über den Jahreswechsel gefallen. Überlegt hatte sie schon länger. Sie erinnerte an den Besuch bei Ai Weiwei Ende 2014 in Peking, ein einschneidendes Erlebnis, wie sie betont. „Seither treibt mich das Thema Menschenrechte zunehmend um und ist mir zu einem tiefen Anliegen geworden. Auf diesem Feld würde ich mich in Zukunft gerne stärker engagieren“, sagte die 57-Jährige, die vor 30 Jahren erstmals in den Landtag gewählt wurde. Der Bundestag habe „ganz andere Handlungs- und Wirkungsmöglichkeiten als der Landtag“.

Und womöglich spielt auch etwas hinein, was Bause zwar nicht gestern, aber vor einiger Zeit einmal sagte: „In jedem anderen Bundesland wäre ich längst Ministerin.“ Tatsächlich bietet Berlin für eine Grünen-Politikerin deutlich mehr Entwicklungsmöglichkeiten als das Maximilianeum.

Doch ein Selbstläufer wird die Kandidatur keineswegs. Zwar weist auch Bauses Fraktionschef-Kollege Ludwig Hartmann darauf hin, dass man ohne Regionalproporz im Dezember an die Listenaufstellung gehen werde. Doch aus dem Münchner Stadtverband ist keineswegs nur Begeisterung über Bauses Pläne zu hören. Die Personaldichte ist hier besonders groß.

Bause hat einen einfachen Trick, das Problem zu lösen. „Ich will mich dafür stark machen, dass unsere grüne Bundestagsfraktion insgesamt größer wird und die grüne bayerische Landesgruppe ganz besonders.“ Die Rechnung: Mehr Abgeordnete, weniger Ärger. Jetzt muss 2017 nur der Wähler mitspielen.   

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