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Wahl-Analyse: Die Hochburgen der AfD - und wo die Union besonders verlor

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Die AfD gewann diese Bundestagswahl vor allem im Osten des Landes, während die Grünen Deutschland in zwei Teile spalten. Die Gewinne und Verluste der Parteien im Überblick.

München - Der 24. September 2017 war eine Zäsur für die deutsche Politiklandschaft: Erstmals sitzt eine deutschnationale Partei im Deutschen Bundestag, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands fuhr das schlechteste Wahlergebnis ihrer Geschichte ein und auch die Union aus CDU und CSU verlor so viel, wie noch nie. Dies alles passiert, während die Wahlbeteiligung im bundesweiten Durchschnitt angestiegen ist. Zwar gewann die Union wie auch vor vier Jahren einen Großteil der Wahlkreise, doch blickt man auf das ganze Land, ist die Karte deutlich bunter geworden.

Einen genauen Eindruck über die Entwicklung der Wahlergebnisse in den bisherigen 19 Bundestagswahlen können Sie sich in folgender Grafik machen:

Das bundesdeutsche Ergebnis ist natürlich nur ein Teil der Wahrheit. Das Parlament setzt sich zusammen aus Direktkandidaten, Parteimitgliedern auf den Landeslisten und Überhang- beziehungsweise Ausgleichsmandaten.

Die AfD konnte in Sachsen drei Direktmandate für sich entscheiden: Aus Görlitz, Bautzen und der Sächsischen Schweiz ziehen nun drei Wahlkreisgewinner in den Reichstag ein. In Leipzig holte sich die Linke einen Wahlkreis direkt, dafür verlor sie allerdings in Berlin einen Wahlkreis an die Grünen, wo Canan Bayram nun ihren Wahlkreis im 19. Deutschen Bundestag vertritt.

Die CDU, die bei der vergangenen Bundestagswahl noch 191 Wahlkreise gewann, konnte bei der diesjährigen Wahl nur noch 185 Direktmandate gewinnen. Die SPD, die CSU und die Linke hatten in jeweils einem Wahlkreis mehr die Mehrheit der Erststimmen, als bei der vergangenen Wahl.

In unserer Karte können Sie sehen, in welchen Wahlkreisen die Parteien besonders stark vertreten waren und wo eher wenige Stimmen eingefahren wurden. Dabei ist klar ersichtlich: Die Union gewann vor allem in den alten Bundesländern, während die Alternative für Deutschland primär in den neuen Ländern Wähler hat.

Nutzen Sie die Reiter, um zwischen den verschiedenen Parteien hin- und herzuschalten. Der gerade aktive Reiter ist farbig unterlegt.

Die Hochburgen der Parteien bei der Bundestagswahl

Wo die Hochburgen der Parteien sind, sagt allerdings noch nichts darüber aus, ob und inwiefern sie Gewinne und Verluste machten. Gerade die CSU musste in Bayern teils herbe Verluste einstecken. Die von Horst Seehofer angeführten Christsozialen verloren über zehn Prozent, und das nicht nur an die AfD:

Einen Überblick, wer in welchem Wahlkreis wie stark verlor oder auch gewann, bekommen Sie in folgender Karte. Gewinne für die Parteien in den Wahlkreisen werden dabei grün dargestellt, Verluste rot. Die Stärke der Färbung hat dabei eine Aussage über den Grad des Verlusts oder Gewinns. 

Hier machten die Parteien Gewinne (grün) und Verluste (rot)

Klar erkennbar ist, dass beide Partner der großen Koalition in der ganzen Bundesrepublik massiv an Zustimmung verloren haben. Während sich die Verluste der Union auf breiter Fläche verteilen, büßt die SPD vor allem im Norden des Landes ein. In Nordrhein-Westfalen konnten die Sozialdemokraten in sieben Wahlkreisen hinzugewinnen. 

Für die Grünen ist das Land gespalten. Während sie im Süden und Norden Wähler von sich überzeugen können, verlieren sie sowohl in den Bundesländern mit alter Industrie als auch in großen Teilen Ostdeutschlands. Dort verliert die Linke viele Stimmen, während sie im Norden Bayerns hinzugewinnt. AfD und FDP gewinnen dagegen im ganzen Land. Doch während die Zuwächse der Liberalen vor allem in Nordrhein-Westfalen hinzugewinnen, achsen die Deutschnationalen vor allem im Osten.

Bundestagswahl 2017: Die Ergebnisse aller Wahlkreise

Hier finden Sie zudem die Ergebnisse aller Wahlkreise in den einzelnen Bundesländern noch einmal separat aufgeführt:

Technische Umsetzung: Michael Haas

Redaktion: Xaver Bitz

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