Ribéry-Hammer! Drastische Maßnahme gegen Bayern-Star nach Watschn

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Geert Wilders gratulierte zuerst Frauke Petry.

Bundestagswahl 2017

Rechtsparteien schicken Glückwünsche an AfD - doch dieser Tweet könnte manchen stören

Die rechtspopulistischen Parteien in den europäischen Nachbarstaaten haben der AfD zu ihrem Wahlerfolg gratuliert. Doch etwas daran könnte die Partei selbst stören.

Berlin - Nach der Veröffentlichung der Bundestagswahlergebnisse haben rechtspopulistische Parteien aus ganz Europa Glückwünsche an die AfD geschickt. Die „Alternative für Deutschland“ erzielte bei der Wahl 12,6 Prozent und wird damit in der kommenden Legislaturperiode mit im Deutschen Bundestag sitzen. Eigentlich könnten sich die Rechtspopulisten über die vielen Gratulationen freuen, doch ein Detail an einem Glückwunsch könnte nicht jedem AfD-Mitglied schmecken.

Front National: „Ein Bravo für unsere Verbündeten“

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders gratulierte der AfD. Allerdings richtete er seine Glückwünsche zuerst an eine bestimmte Person: "Gratuliere Frauke Petry und AfD!!" schrieb Wilders auf Twitter.

Dass Wilders ausgerechnet direkt an Petry seine Gratulation richtete, könnte einigen Mitgliedern in der Partei weniger gefallen. Denn die Parteichefin ging in den vergangenen Wochen immer mehr auf Distanz zu den beiden Spitzenkandidaten Alexander Gauland und Alice Weidel. Nur wenige Tage vor der Wahl erklärte Petry, sie könne verstehen, wenn Wähler über die Äußerungen der Spitzenkandidaten entsetzt seien. „Es ist zu erleben, dass sich gerade viele bürgerliche Wähler abwenden. Das liegt auch an Schlagzeilen, wie sie in jüngster Zeit produziert wurden und bei denen man sich jedes Mal fragt, ob sie tatsächlich wahr und damit ein Skandal sind.“ Spitzenkandidat Alexander Gauland war über die Aussage weniger erfreut. Dass nun Petry persönlich aus dem Ausland Glückwünsche erhielt und nicht etwa er, könnte für erneuten Streit in der Partei sorgen.

Zumal Petry am Montag für einen neuen Eklat gesorgt und sich weiter von ihrer Partei entfremdet hat: Petry will der Fraktion ihrer Partei nicht angehören. Das sagte sie am Montag in Berlin und verließ eine gemeinsame Pressekonferenz mit den Spitzenkandidaten Alice Weidel und Alexander Gauland. Petry konnte in ihrem sächsischen Wahlkreis ein AfD-Direktmandat erringen.

Co-Parteichef Jörg Meuthen entschuldigte sich für das Verhalten Petrys. „Das ist auch mit uns nicht abgesprochen gewesen“, sagte er. Der Vorgang zeige, dass die AfD auch „ein gäriger Haufen“ sei.

Zuvor hatte Meuthen Petry heftig attackiert. Dass sie sich in öffentlichen Äußerungen wiederholt von den beiden Spitzenkandidaten distanziert habe, sei „wenig hilfreich“ gewesen und „nicht hinnehmbar“, sagte er.

Rechtspopulisten in Österreich sehen in Wahlergebnis Unmut über Flüchtlings-Politik von Merkel

Die Chefin von Frankreichs Front National, Marine Le Pen, erklärte im Kurzbotschaftendienst Twitter: "Ein Bravo für unsere Verbündeten von der AfD für dieses historische Ergebnis." Dies sei "ein neues Symbol für das Erwachen der europäischen Völker". 

Der Generalsekretär der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ), Herbert Kickl, sah im Ergebnis der Bundestagswahl den Wunsch der Wähler nach Veränderung in Europa abgebildet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe durch eine "Refugees-Welcome-Politik" Schaden angerichtet. "Die Umverteilung des hart erarbeiteten Steuergeldes an irgendwelche Pleitestaaten und auch der unfassbare Migrantenstrom nach Europa im Jahr 2015" zeige, dass sich die Europäer nach einer Änderung der bisherigen Politik sehnten, erklärte Kickl laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Im Januar 2017 hatten die europäischen Rechtspopulisten in Koblenz auf einem gemeinsamen Kongress den Schulterschluss geübt. Le Pen schaffte bei der französischen Präsidentschaftswahl im Mai den Einzug in die Stichwahl, in der sie aber dem sozialliberalen Kandidaten Emmanuel Macron deutlich unterlag. Wilders landete mit seiner Freiheitspartei (PVV) bei der Parlamentswahl in den Niederlanden im März gemeinsam mit zwei anderen Parteien auf dem zweiten Platz. In Österreich hätten die Rechtspopulisten beinahe den Bundespräsidenten gestellt. 

Alle Ergebnisse und die neusten Entwicklungen zur Bundestagswahl 2017, finden Sie hier in unserem Live-Ticker

mm/tz/dpa

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