1. Startseite
  2. Politik

Nach Umfrage-Absturz für die Union: Jetzt greift Merkel doch ein - zu auffälligem Zeitpunkt

Erstellt:

Von: Kathrin Reikowski

Kommentare

Umfragewerte der CDU brechen ein: Jetzt tritt Angela Merkel (CDU) doch im Wahlkampf auf. Was sagt Armin Laschet dazu?

Berlin - Noch im Juni hatte die Bundeskanzlerin beteuert, sich aus dem Wahlkampf heraushalten zu wollen. Während Armin Laschet (CDU) damals offenbar davon ausging, dass Angela Merkel (CDU) ihn unterstützen werde, hatte sich die Kanzlerin sehr bedeckt gehalten. Noch mehr: In einem TV-Interview hatte Merkel sogar ausgesprochen, dass die CDU kein Abo auf die Kanzlerschaft habe - was nicht gerade nach Schützenhilfe für den CDU-Kandidaten Laschet klang.

Doch nun kommt eine überraschende Meldung aus Berlin: Angela Merkel tritt wohl doch im Wahlkampf auf. Geplant sei ein Termin am 21. August, so Informationen der dpa. Offen sei, ob sie gemeinsam mit Laschet auftreten werde oder alleine.

Zuvor war einem Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge lediglich geplant gewesen, dass die Kanzlerin bei der Auftakt- und bei der Abschlussveranstaltung ihrer Partei auftreten hätte sollen.

Angela Merkel (CDU) springt Armin Laschet (CDU) doch bei - der Zeitpunkt ihrer Entscheidung ist auffällig

Merkels Sinneswandel fällt in eine Woche, in der mehrere Umfragen den Sinkflug der CDU zementiert haben. Die CDU war - in einer der Umfragen - auf 23 Prozent abgesunken, die SPD auf 19 Prozent aufgestiegen. Und die Grünen lagen bei 20 Prozent. Andere Umfragen variierten leicht, beendeten aber die Zeit des deutlichen CDU-Vorsprungs.

Wenn es nach persönlicher Beliebtheit und nicht Parteizugehörigkeit ginge, hätte sogar Olaf Scholz (SPD) aktuell die besten Chancen auf das Kanzleramt. Es läuft also nicht rund für Laschet. Auch parteiintern soll Laschet schon gebeten worden sein, die Wahlkampfstrategie zu ändern - jedoch ohne Erfolg. Laschet habe abgelehnt.

Armin Laschets Wahlkampf schwächelt - Baerbock und Scholz wittern Chancen aufs Kanzleramt

Zum Start seiner Wahlkampftour durch Deutschland war Laschet in einem Boxclub für Jugendliche aufgetreten - wo er sich Beobachtern zufolge trotz sinkender Werte kampfbereit habe zeigen wollen:

Besonders während der Hochwasserkrise in seinem Heimatbundesland konnte Armin Laschet nicht punkten, sondern fiel durch ungeschickte Aussagen auf - und ließ Entschiedenheit im Kampf gegen den Klimawandelt vermissen. Auch deshalb wittern die Kontrahentin Annalena Baerbock (Grüne) und Kontrahent Olaf Scholz (SPD) wieder Chancen auf das Kanzleramt. Olaf Scholz hatte für seinen Fahrplan zur Klimapolitik allerdings Schelte von den Grünen einstecken müssen. (kat)

Auch interessant

Kommentare