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Union im Umfrage-Tief: CSU-General steuert jetzt mit Radikal-Plan gegen

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Die Bundestagswahl rückt immer näher. Doch die Wahlumfragen der Union sind so schlecht wie nie zuvor. Die CSU setzt für neuen Aufschwung deshalb auf alte Ideen.

München - In vier Wochen findet die Bundestagswahl statt. Doch das Rennen um das Kanzleramt könnte ziemlich eng werden: Die Umfragewerte der SPD lassen die Union schwitzen. Und auch CDU/CSU verzeichnen historische Werte - allerdings im negativen Sinne. Die CSU will dem entgegenwirken.

Vier Wochen vor der Bundestagswahl rutscht die Union immer weiter ab. Mittlerweile liegt sie sogar mit Abstand hinter der SPD. Im Interview mit der Bild am Sonntag sagte CSU-Chef Markus Söder deshalb, die Gefahr, dass ein Linksbündnis die Macht übernehme, sei noch nie so groß gewesen.

Historisches Umfragetief: Union landet in Umfragewerten auf Platz zwei hinter der SPD

Laut einer aktuellen Umfrage des INSA-Instituts liegt die SPD mit 24 Prozent vor der Union mit 21 Prozent. Dabei handelt es sich um den niedrigsten Wert, den das Institut jemals für die Union gemessen hat. Darauf folgen mit etwas Abstand die Grünen mit 17 Prozent und die FDP mit 13 Prozent. Die Linke kommt nur mehr auf 6 Prozent, die AfD auf 11 Prozent.

Auch unter den Kanzlerkandidaten kommt die Union nicht gerade gut weg: Wie die Blitzumfrage des Instituts Forsa nach dem Kandidaten-Triell am Sonntag (29. August) ergab, sahen 36 Prozent Scholz vorne. 30 Prozent der Befragten sahen Baerbock als Gewinnerin der Runde, nur 25 Prozent waren für Laschet.

Schlechte Umfragewerte der Union - CSU plant Anti-Links-Kampagne

Wie Focus Online berichtet, plant CSU-Generalsekretär Markus Blume deshalb eine Offensive gegen ein mögliches Linksbündnis. „SPD und Grüne werden keine Sekunde zögern, mit der SED-Nachfolgepartei Die Linke eine Koalition zu bilden. Deshalb geht es jetzt um ,Stabilität statt Linksruck‘. Das werden wir flächendeckend plakatieren“, wird Blume zitiert.

1994 startete die Union eine Kampagne, bei der auf Großflächenplakaten die Bezeichnung „Rote Socke“ stand. Diese Bezeichnung wird meist abwertend für politisch links orientierte Personen verwendet. Als Reaktion auf die Wahlerfolge der PDS - aus der die heutige Linke entstand - erfand der damalige CDU-Generalsekretär Peter Hintze die „Rote-Socken-Kampagne“. Damit stichelte die Partei gegen eine mögliche Koalition aus SPD und PDS.

Ähnliches Verhalten von Seiten der Union ist auch im Wahlkampf 2021 immer wieder zu erkennen. Immer wieder sind Markus Söder oder Kanzlerkandidat Armin Laschet mit Warnungen vor einer möglichen Linkskoalition in den Schlagzeilen.

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