Bundesvorsitzende ihrer Partei und Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock bei dem digitalen Parteitages von BUENDNIS 90/DIE GRUENEN in Berlin.
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Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock bei dem digitalen Parteitag von BUENDNIS 90/DIE GRUENEN in Berlin. (Archivbild)

„Ganz normaler Wahlkampf“

Baerbock unfair angegangen? Schäuble kontert Grünen-Vorwurf: „Wer die Hitze nicht verträgt, ...“

Die Kritik an Annalena Baerbock prägt den Bundestagswahlkampf seit Wochen. Für Bundestagspräsident Schäuble ein „ganz normaler Wahlkampf“.

Berlin - Der Gegenwind für Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ist stark in diesen Tagen. Vor allem die Plagiatsvorwürfe in Bezug auf Baerbocks Buch dürften der Partei schwer zugesetzt haben. Grünen-Chef Robert Habeck stellt sich weiterhin hinter Baerbock, ein Austausch der Kanzlerkandidatin sei „Kokolores“. Doch trotz aller negativen Schlagzeilen befürchtet Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) auch angesichts des Umgangs mit der grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock keine Schlammschlacht vor der Wahl im Herbst.

Bundestagswahl: Gegenwind für Annalena Baerbock - für Bundestagspräsident Schäuble „ganz normaler Wahlkampf“

„Was wir gerade erleben, ist ganz normaler Wahlkampf“, sagte Schäuble der Bild am Sonntag. Er habe „überhaupt nicht die Sorge, dass dieser Wahlkampf besonders schmutzig werden könnte“. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte dies vor kurzem noch anders gesehen, er hatte jüngst vor einer Schlammschlacht im Wahlkampf gewarnt.

Dem Vorwurf der Grünen, dass sie einer Kampagne von konservativen Beharrungskräften ausgesetzt seien, widersprach Schäuble und nannte es „Ausdruck von Verunsicherung“. Die Grünen hätten gedacht, alles laufe so glatt wie die Nominierung Baerbocks. „Aber das tut es nie. Auch bei uns nicht“, sagte Schäuble.

Bundestagswahl: Nach Kritik an Baerbock - „Wer die Hitze nicht verträgt, hat in der Küche nichts verloren“

Die massive Kritik an Baerbock hält Schäuble in Teilen zwar für „aufgebauscht“, doch gehört das für ihn zum Wahlkampf dazu: „Da gilt der alte Spruch: Wer die Hitze nicht verträgt, hat in der Küche nichts verloren.“ Baerbock hätte wissen müssen, „dass die Kanzlerkandidatur ein harter Weg ist. Da kann es schnell raufgehen, aber auch schnell wieder runter.“

Schäuble widersprach Baerbock und der SPD-Politikerin Franziska Giffey, die beklagt hatten, dass Frauen härteren Angriffen ausgesetzt seien als ihre männlichen Konkurrenten. Früher sei das so gewesen, sagte Schäuble. „Heute haben es Frauen in der Politik nicht mehr schwerer,“ so der Bundestagspräsident weiter zu dem Blatt.

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