Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (l.) und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (M., neben Angela Merkel) bangen um ihre Direktmandate.
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Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (l.) und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (M., neben Angela Merkel) bangen um ihre Direktmandate.

Bangen um Direktmandate

Bundestagswahl: Direktmandate - Mieser Wahlausgang der CDU könnte bittere Folgen haben

Die CDU/CSU steckt im Umfragetief. Ein Resultat der niedrigen Wählergunst könnte der Verlust von Direktmandaten sein - einige prominente Namen aus der Union sind betroffen.

München - Aktuell führen sie Deutschland mit an - doch verlieren sie bei der Wahl trotzdem ihren sicheren Platz im Bundestag? Mehrere prominente CDU-Politiker bangen einem Bericht zufolge bei der Bundestagswahl um ihre Direktmandate.

Konkret handelt es sich unter anderem um Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Sie sind in ihren Wahlkreisen in aktuellen Projektionen nicht auf Platz eins, wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet. Das Blatt beruft sich auf Datenerhebungen der Analysefirmen Wahlkreisprognose und Election.

Noch weitere Unions-Politiker sind betroffen: So bangen auch CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak, Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz, der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Mathias Middelberg, und der CDU-Spitzenkandidat in Mecklenburg-Vorpommern, Philipp Amthor, um ihre Direktmandate, wie die Zeitung weiter schrieb. Der Grund ist nur allzu verständlich: Die Schwäche der CDU bei den Umfragen.

Bundestagswahl: Prominente CDU-Politiker kommen wohl auch ohne Direktmandate in den Bundestag

In den Bundestag kommen aber wohl trotzdem die meisten von ihnen - auch ohne Direktmandat: Sie seien über ihre Landeslisten abgesichert.

Auch weitere prominente Namen, die sich zum ersten Mal für den Bundestag bewerben, müssen demnach zittern: So würden nach den Projektionen der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen und CDU-Bundesvorstandsmitglied Serap Güler aktuell keines der Mandate gewinnen.

Mit einer Wahrscheinlichkeit von mindestens 85 Prozent verlieren CDU und CSU der Analysefirma Election zufolge 29 Direktmandate. Nutznießer ist in den meisten Fällen die SPD, in Baden-Württemberg oftmals die Grünen, in Sachsen die AfD. Dutzende weitere Direktmandate könnten dazu kommen, doch dafür bestünde eine geringere Wahrscheinlichkeit. (cg mit afp)

Die CDU kämpft weiter mit schlechten Umfragewerten. In der jüngsten Umfrage jedoch kann die Union immerhin leicht zulegen.

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