Sitzung im Bundestag
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Aus dem Landkreis buhlen zwölf Kandidaten um ein Direktmandat im Bundestag.

Wahlkampf

Wahlkreis Weilheim: Zwölf Kandidaten für den Bundestag im Überblick

  • Katrin Kleinschmidt
    VonKatrin Kleinschmidt
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Zwölf Kandidaten buhlen bei der Bundestagswahl am 26. September im Wahlkreis 226, der die Landkreise Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen umfasst, ums Direktmandat.

Landkreis - Eigentlich waren 13 Wahlvorschläge eingereicht worden – jenen von „Die Partei“ wies der Wahlausschuss des Landkreises jedoch ab. Zum einen, weil der Bewerber zum Zeitpunkt der Abgabe nicht volljährig war und ein in diesem Fall notwendiges Dokument nicht vorlag. Zum anderen benötigen Kandidaten von Parteien, die nicht in einem Parlament vertreten sind, eine Liste mit Unterstützer-Unterschriften. Auch die hatte „Die Partei“ nicht parat.

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Kreiswahlleiter Matthias Seitz versicherte, dass der junge Mann „im Gespräch und per E-Mail“ auf die Mängel hingewiesen worden war. Nichts passierte. „Also sind zwei Voraussetzungen für die Zulässigkeit nicht gegeben“, hielt Seitz fest und riet, den Wahlvorschlag nicht zuzulassen. „Das ist eine einschneidende Entscheidung.“ Der Ausschuss folgte Seitz’ Rat einstimmig. Laut stellvertretendem Pressesprecher Klaus Mergel ist im Landratsamt kein Fall bekannt, in dem ein Wahlvorschlag schon einmal abgelehnt wurde.

Bei den Unterlagen der anderen Direktkandidaten gab es formal nichts auszusetzen. Nur über Berufsbezeichnungen wurde diskutiert. Ausschuss-Mitglied Klaus Breil merkte an, dass „Mitglied des Deutschen Bundestags“, wie bei Alexander Dobrindt aufgeführt, kein Beruf sei. Seitz verteidigte die Formulierung, weil der CSU-Politiker damit sein Einkommen verdiene. Breil schmunzelte, dann erinnerte der FDP-Mann daran, dass Seitz ihm den Titel als Berufsbezeichnung einst verwehrt hatte. Der entschuldigte sich peinlich berührt. Breil verzichtete auf einen Antrag zur Änderung, deshalb wird Dobrindt auf dem Wahlzettel wie geplant als Bundestagsmitglied erscheinen. Auch bei anderen Kandidaten war der Beruf Thema, letztlich blieben alle Vorschläge wie eingereicht.  

Porträts über die Kandidaten finden Sie hier:

Alexander Dobrindt (CSU), Sigrid Meierhofer (SPD), Rolf Walther (Die Linke), Elisabeth Löwenbourg-Brzezinski (Bündnis 90/Die Grünen), Karl Martin Sielmann (FDP), Gerrit Huy (AfD), Arnold-Günther Reuss (Freie Wähler), Johann Gattinger (Bayernpartei), Juina Wessel (Die Basis), Werner Knigge (Volt Deutschland), Maiken Winter (ÖDP), Ricard Ryssel (Parteifrei).

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