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Magdalena Wagner (SPD) verpasst den Sprung in den Bundestag: „Die ganze Nacht war wie ein Film“

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Von: Robert Langer

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SPD-Kandidatin Magdalena Wagner und weitere Parteianhänger bei der Wahlparty.
„Es überwiegt die Freude“, sagt SPD-Kandidatin Magdalena Wagner. © Stefan Roßmann

SPD-Bundestagskandidatin Magdalena Wagner erzählt nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses, wie es für sie weitergeht.

Egmating/Ebersberg – Der Traum war schon vor dem Zubettgehen ausgeträumt: Magdalena Wagner, SPD-Direktkandidatin, verpasst auch über die Landesliste der SPD den Einzug in den Bundestag – die kleine Restchance, vom starken Ergebnis der SPD auf diesem Weg zu profitieren, hat sich nicht erfüllt. Damit bleibt Andreas Lenz als klarer Erststimmen-Sieger der einzige Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Erding-Ebersberg.

Die 30-jährige Gymnasiallehrerin nimmt im Interview den nächtlichen Rückschlag im Interview betont gelassen:

Frau Wagner, haben Sie gut geschlafen?

Es war eine kurze Nacht.

Was überwiegt jetzt Enttäuschung oder Freude?

Es überwiegt die Freude über das Ergebnis der SPD. Ich wäre gerne nach Berlin gegangen. Das war ja auch das Ziel. Mit meinem persönlichen Ergebnis bin ich dennoch zufrieden. Es geht auch um den Wahlkampf, den wir gemacht haben.

Ist es nicht ohnehin besser, dass Sie nicht als eine unter viel zu vielen in einen überdimensionierten Bundestag einziehen?

Ich wäre gerne in den Bundestag gegangen. Dennoch bin ich dafür, dass das Gremium eine angemessene Größe hat. Das gilt auch dann, wenn ich durch eine neue Regelung und weniger Abgeordnete vielleicht nicht in das Bundesparlament einziehen kann. Man macht ja Politik nicht für sich, sondern für die Gesellschaft. Und auch wenn man ein Abgeordneter unter vielen ist: Wichtig ist es, sich im eigenen Wahlkreis einzubringen.

Wann haben sie erfahren, dass es nicht geklappt hat?

Genau weiß ich jetzt nicht mehr. Die ganze Nacht war wie ein Film. Aber ich denke so gegen zwei Uhr. Fest stand es dann, als alle bayerischen Wahlkreise ausgezählt waren.

Wie war Ihre erste Reaktion?

Das weiß ich gar nicht mehr genau, ich habe auf jeden Fall recht schnell meinen Partner und meine Familie informiert, dass sie nicht mehr so viel auf mich verzichten müssen, wie in den vergangenen Wochen.

Wie geht es jetzt weiter?

Ich werde diejenigen, die in den Bundestag gekommen sind, weiter begleiten. Und ich werde mich weiter in der SPD einbringen. Ich bin ja schon Mitglied im Landesvorstand. Wir haben alle zusammen große Aufgaben vor uns. Und das Wahlergebnis ist für mich Motivation.

Interview: Robert Langer

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