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Prinzip Hoffnung

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SPD-Chef Franz Maget setzt auf Erfolg bei der Bundestagswahl: „Nach dem Absturz der CSU ist alles möglich“.

Neue Wahl, neues Glück – nach der Schlappe bei der Landtagswahl setzt die Münchner SPD ihre Hoffnungen auf die Wahl des Bundestags im nächsten Jahr. „Nach dem Absturz der CSU ist alles möglich“, lautet die Parole von SPD-Chef Franz Maget. Vielleicht sei sogar ein zweites Direktmandat drin.

Viel wird dieser Tage diskutiert über die Zukunft der Sozialdemokratie und ihre personelle Erneuerung. In den Münchner Bundestagswahlkreisen werden dazu ab morgen die Weichen gestellt. Insgesamt sieben Bewerber wollen am 27. September 2009 zur Wahl des Berliner Parlaments antreten. Nur vier dürfen kandidieren.

Bisher ohne Konkurrenz steht der Bundestagsabgeordnete Axel Berg im Stimmkreis Nord da. Der 49-Jährige ist ein Erfolgsgarant der SPD. Zweimal schon holte Berg das Direktmandat gegen den CSU-Abgeordneten Johannes Singhammer und war damit der einzige siegreiche Sozi im Freistaat. Im Münchner Osten will Stadträtin Claudia Tausend nochmals antreten. Die 44-Jährige war 2005 an CSU-Schwergewicht Herbert Frankenhauser gescheitert. Auch Tausend steht ohne Kontrahenten da. Morgen soll sie nominiert werden.

Größer ist der Andrang im Münchner Westen. Hier haben SPD-Geschäftsführer Roland Fischer (47), der Politologe Urban Hilgers (46) und der 81-jährige Siegfried Schrak ihren Hut in den Ring geworfen. Im Stimmkreis Süd gibt es voraussichtlich ein Duell zwischen dem 39-jährigen Florian von Brunn und dem fünf Jahre jüngeren Christian Vorländer. Vor ein paar Jahren strebte Rechtsanwalt Vorländer schon in den Landtag, scheiterte aber. Stattdessen machte er Karriere im Fernsehen: als Verteidiger in der Gerichtsshow „Richter Alexander Hold“.

Chancen, das Direktmandat zu holen, dürfte jedoch nur Axel Berg haben. „Das wäre der Hattrick“, sagt Berg. Maget hofft sogar auf ein weiteres Mandat. Bei Bundestagswahlen sei die Wahlbeteiligung höher und die SPD besser als bei Landtagswahlen, weiß er. „Insofern ist mehr möglich.“

Aber gewiss ist das keineswegs. Zu ihrer Absicherung hoffen Berg und Tausend auf einen guten Platz auf der SPD-Liste. Am 27. Oktober bastelt die Münchner SPD ihre Rangliste. Diese ist zugleich Vorschlag für die oberbayerische und die Bayern-Reihung. Dort aber mussten die Münchner bisher oft hinten anstehen. Maget gibt sich kämpferisch: „Ich werde mich trotzdem dafür einsetzen, dass die Münchner SPD nicht nur ein sicheres Mandat bekommt, sondern zwei.“

Matthias Kristlbauer

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