+
Schlechte Neuigkeiten für Jürgen Trittin: Erstmals seit langem sackten die Umfragewerte der Grünen auf unter zehn Prozent ab.

Elf Tage vor der Bundestagswahl

Grüne stürzen in Umfrage auf neun Prozent

Berlin - Die Grünen rutschen in einer neuen Umfrage ab. Doch ob es am 22. September wirklich so kommt, ist unklar. Jürgen Trittin gibt sich betont gelassen.

Die Grünen sind in einer Umfrage erstmals seit langem auf unter zehn Prozent abgestürzt. Im Wahltrend des Magazins „Stern“ und des Senders RTL, der am Mittwoch veröffentlicht wurde, verloren sie zwei Punkte und kamen nur noch auf neun Prozent. Die SPD legte um zwei Punkte auf 25 Prozent zu. Die Linke stieg auf 10 Prozent. Schwarz-Gelb liegt demnach unverändert mit 45 Prozent hauchdünn vor der Opposition, die auf 44 Prozent kommt. Die statistische Fehlertoleranz beträgt plus/minus 2,5 Prozentpunkte.

Alles zur Bundestagswahl

Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin reagierte gelassen. „Ich bin mir sicher, dass wir am 22. September ein deutlich besseres Ergebnis bekommen werden“, sagte Trittin dem „Mannheimer Morgen“ (Donnerstag). Trittin glaubt nicht, dass die Steuerpläne seiner Partei den Grünen schaden: „90 Prozent der Menschen in Deutschland werden durch die grünen Steuer-Pläne entlastet. Warum sollen die uns nicht wählen?“

Der Grünen-Verkehrspolitiker Anton Hofreiter sagte dem Internetportal „Handelsblatt Online“: „Wir haben uns vor zwei Jahren durch die Umfragewerte nicht verrückt machen lassen und bleiben auch jetzt auf dem Teppich.“

Bundestagswahl: Diese Koalitionen sind möglich

Bundestagswahl: Diese Koalitionen sind möglich

Wenig Bewegung gab es in der Forsa-Umfrage im Regierungslager. Die CDU/CSU verlor einen Punkt und kam auf 39 Prozent. Die FDP gewann dafür einen Punkt und steht nun bei 6 Prozent. Die euro-kritische „Alternative für Deutschland“ fällt um einen Punkt auf 3 Prozent. Ebenfalls bei 3 Prozent liegt die Piratenpartei. 28 Prozent der Bürger wollen laut Forsa nicht an der Wahl teilnehmen oder sind noch unentschlossen. Nach dem TV-Duell haben sich auch die persönlichen Werte von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verbessert, die von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) - auf hohem Niveau - verschlechtert.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

SPD: GroKo-Befürworter trommeln für Koalitionsgespräche
Die Union würde gerne mit der SPD regieren - aber gilt das auch umgekehrt? Ob es überhaupt zu Koalitionsgesprächen kommt, entscheidet der SPD-Parteitag am Sonntag. Die …
SPD: GroKo-Befürworter trommeln für Koalitionsgespräche
AfD-Bundesspitze entmachtet Landesvorstand in Niedersachsen
Die Absage des Sonderparteitags galt als ein Höhepunkt im Clinch bei der niedersächsischen AfD. In den Streit greift nun der Bundesvorstand der Partei ein und entmachtet …
AfD-Bundesspitze entmachtet Landesvorstand in Niedersachsen
So werben die GroKo-Befürworter um die zögerliche SPD
Die Union würde gerne mit der SPD regieren - aber gilt das auch umgekehrt? Ob es zu Koalitionsgesprächen kommt, entscheidet der SPD-Parteitag. Die Befürworter legen sich …
So werben die GroKo-Befürworter um die zögerliche SPD
Drohender „Shutdown“: Trump sagt seine Ferien ab
Angesichts des drohenden Stillstandes von Teilen des öffentlichen Dienstes in den USA hat Präsident Donald Trump seine für den Freitagnachmittag (Ortszeit) geplante …
Drohender „Shutdown“: Trump sagt seine Ferien ab

Kommentare