Zu sehen ist Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Grünen, der eine Rede hält. Er gestikuliert und spricht in ein Mikrofon.
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Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Grünen, nimmt die deutsche Politik in die Pflicht – und kritisiert diese. (Archivbild)

„Irgendwas war nicht richtig“

Habeck mit Zorn-Ausbruch bei Grünen-Parteitag kurz vor Bundestagswahl: „Dumme Debatten“

  • Anna-Katharina Ahnefeld
    VonAnna-Katharina Ahnefeld
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Grünen-Chef Robert Habeck hat sich am Sonntag mit deutlichen Worten zum Wahlkampf geäußert. Dabei kritisierte er die Baerbock-Konkurrenz scharf.

Berlin - Im Vorfeld der Bundestagswahl am 26. September mussten die Grünen und ihre Kanzlerkandidatin einiges einstecken. Mit Blick darauf hat sich nun Grünen-Chef Robert Habeck geäußert. Und den bisherigen Wahlkampf scharf kritisiert. „Wir sind steckengeblieben in dämlichen, in dummen Debatten, die von den politischen Mitbewerbern immer wieder hochgezogen wurden und die eigentliche Diskussion verstellt haben“, sagte er am Sonntag auf einem Grünen-Parteitag in Berlin. „Irgendwas war nicht richtig in diesem Wahlkampf.“

Habeck wütet vor Bundestagswahl gegen „dumme Debatten“ – und verteilt Merkel-Seitenhieb

Die eigentlichen Herausforderungen der Gegenwart seien in den vergangenen Monaten nicht diskutiert worden, prangerte Habeck an. Das Bundesverfassungsgericht habe zu Beginn des Wahlkampfes in einem Urteil zum Klimaschutzgesetz eigentlich die Voraussetzung für einen Wettbewerb um die besten Ideen geschaffen. Denn die Richter hätten damals gesagt: Wer das Klima schützt, schützt die Freiheit. „Wir waren also an einem Punkt, wo der Wahlkampf die Chance hatte, eine neue Zeit zu prägen, eine neue Diskussion zu prägen. Stattdessen wurden Popänze aufgebaut.“ Diese sollten verhindern, dass ein Wettbewerb um die zukünftige Gestaltung des Landes beginnt, kritisierte Habeck.

Der scheidenden Kanzlerin Angel Merkel (CDU) zollte der Grünen-Vorsitzende zwar seinen persönlichen Respekt. Sie habe über die letzten 16 Jahre „mit einer hohen Opferbereitschaft, mit einer sehr großen, höchsten persönlichen Integrität, mit ihrer ewigen Kraft zur Differenziertheit und ihrer großen Menschlichkeit diesem Land viel gegeben“, sagte er. Trotzdem sei es dringend erforderlich, dass eine politische Ära zu Ende gehe, „die Politik so interpretiert hat, dass sie möglichst unpolitisch sein sollte“. (aka/dpa)

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