Armin Laschet neben Kanzlerin Merkel.
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Mit einem Vergleich zu einem Regionalligisten bewies Armin Lachet kein gutes Händchen.

CDU-Chef sorgt für Gelächter

Unglückliche Aussage: Armin Laschet vergleicht CDU mit gescheitertem Fußball-Klub

  • Katarina Amtmann
    VonKatarina Amtmann
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Armin Laschet meinte es wohl nur gut und wollte sich entschlossen zeigen. Doch bei einem Auftritt mit Kanzlerin Merkel wählte er einen unglücklichen Vergleich.

Aachen - Endspurt im Bundestagswahlkampf. Am Samstag stand Kanzlerin Angela Merkel in seiner Heimat Aachen auf der Bühne, um CDU-Chef Armin Laschet zu unterstützen. Der Kanzlerkandidat bekam Lob von der amtierenden Regierungschefin. Er habe immer wieder in Reden und bei Auftritten über das Einigkeitswerk der Europäischen Union gesprochen und sich für Frieden und die Zukunft Europas eingesetzt.

Bundestagswahl: Merkel unterstützt Laschet bei Auftritt in Aachen

Es sei nicht egal, betonte Merkel, wer das Land regiert. „Ich möchte Ihnen aus meiner Erfahrung sagen, dass es im politischen Leben eines Bundeskanzlers und einer Bundeskanzlerin immer wieder Punkte gibt, da ist es alles andere als egal, wer regiert, sondern da muss man die Entscheidung richtig treffen.“

Bundestagswahl: Laschet mit misslungenem Vergleich zu Regionalliga-Verein

Auch Laschet gab sich bei einem der wohl letzten Auftritte vor der Wahl am Sonntag noch einmal entschlossen. „Wir wollen immer gewinnen, so wie Alemannia auch“, sagte er mit Blick auf den örtlichen Fußballverein. Doch ist das ein glücklicher Vergleich des Kanzlerkandidaten? Das Publikum vor Ort musste lachen und auch auf Twitter amüsierte man sich. „Laschet hat die Union gerade mit Alemannia Aachen verglichen. Lol.“ Letzteres steht für „Laughing out loud“, also laut lachen müssen.

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Bundestagswahl: „Gewinnen wie Alemannia“ - Laschet-Vergleich amüsiert

Der Grund: Aachen spielte 2006 noch in der Fussball-Bundesliga, traf also auf Mannschaften wie den Rekordmeister FC Bayern München oder Borussia Dortmund. Dann folgte der Absturz, 2013 stieg der Verein sogar in die Regionalliga West ab. Seit 2012 gab es außerdem zwei Insolvenzverfahren. Der Vergleich, als Union immer gewinnen zu wollen wie Alemannia Aachen, ist deshalb vielleicht etwas unglücklich gewählt.

Im Trendbarometer von RTL und ntv lag die SPD mit 25 Prozent drei Prozentpunkte vor der Union. In einer Allensbach-Erhebung lag die SPD bei 26 Prozent, die Union mit 25 Prozent nur knapp dahinter. Doch es wird offenbar auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen hinauslaufen. Um Kanzler zu werden, muss Laschet also wohl hoffen, dass es für ihn besser läuft als für die Alemannia. (kam)

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