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Koalition nach Bundestagswahl? Bayern haben klare Vorstellung - Umfrage legt Rekordzahl offen

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Von: Andreas Schmid

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Welche Koalitionen ergeben sich nach der Bundestagswahl?
Welche Koalitionen ergeben sich nach der Bundestagswahl? © Kay Nietfeld/dpa

Nach der Bundestagswahl stellt sich die Frage nach den Koalitionen. Die Menschen in Bayern favorisieren einer Umfrage zufolge ein Bündnis besonders. Rot-Grün-Rot lehnen sie ab.

München - In zwölf der letzten 16 Jahre wurde Deutschland von einer Große Koalition aus Union und SPD regiert. Nach dieser Bundestagswahl könnte sich das ändern. Verschiedene Dreierbündnisse werden diskutiert - von Jamaika unter CDU-Führung bis hin zu sozialdemokratisch geprägten Koalitionen wie einer Ampel oder Rot-Grün-Rot. Die SPD schloss eine erneute GroKo zuletzt zwar nicht kategorisch aus, gab aber zu bekennen, die Union solle sich „jetzt mal in der Opposition erholen“ (Scholz). Geht es nach den Menschen in Bayern, solle die Zusammenarbeit mit CDU/CSU und SPD allerdings fortgeführt werden. (Scholz oder Laschet? Letzte Prognosen und erste Ergebnisse bekommen Sie in unserem Politik-Newsletter.)

Bundestagswahl: Die Bayern wünschen sich eine Groko - Uneinigkeit über die Führung

Laut dem neuesten Wählercheck von „17:30 Sat.1 Bayern“ sind 41 Prozent der Befragten für eine Fortsetzung des schwarz-roten Bündnisses. Uneins scheinen sich die Bürger im Freistaat hinsichtlich der Führung einer möglichen Groko. Ein Drittel (33 Prozent) bevorzugt der Umfrage zufolge eine unionsgeführte Große Koalition. 28 Prozent favorisieren ein Bündnis mit stärkeren Sozialdemokraten- aus Union und SPD, das von der Union geführt wird, 28 Prozent wollen die SPD im Kanzleramt.

Alle anderen Farb-Konstellation kommen derweil auf deutlich schlechtere Zustimmungswerte. Am besten schneidet noch eine Zweierkoalition aus Union und FDP ab (41 Prozent Zustimmung). Laut den aktuellen Umfragen zur Bundestagswahl ist dieses Bündnis jedoch nicht möglich. Ebenso schwierig sieht es mit einem Zweierbündnis aus Union und Grünen aus, das 32 Prozent für gut heißen. Bei den Dreierbündnissen liegt ein Jamaika-Bündnis aus Union, FDP und Grünen knapp vor einer Ampel mit der SPD anstelle der Union (32 beziehungsweise 31 Prozent Zustimmung). Eine rot-grün-rote Koalitionen lehnt die Mehrheit der Bayern ab. Nur 16 Prozent stehen diesem Bündnis positiv gegenüber. Andere Ergebnisse ergab derweil eine bundesweite Umfrage unter Anhängern der Grünen sowie der FDP.

Bundestagswahl: Bayern favorisieren Scholz als Kanzler

Spannend ist die Frage nach der Kanzlerpräferenz, denn hier liegt SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz deutlich vor Unions-Anwärter Armin Laschet. Vizekanzler Scholz büßte im Vergleich zur Umfrage vor einer Woche marginal ein, liegt aber mit 33 Prozent weiterhin klar in Führung. Armin Laschet konnte sich leicht verbessern und kommt auf 22 Prozent. Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock wünschen sich 16 Prozent. 13 Prozent der Befragten gaben an, keinen der drei zu wollen. Auch in den bundesweiten Umfragen liegt Scholz in der Kanzlerpräferenz klar vorne (siehe unten). Interessant ist derweil, dass die Kanzlerkandidaten nur für 35 Prozent der Bayern eine elementare Rolle spielen. 38 Prozent wollen sich nach Parteineigung entscheiden (19 Prozent weder-noch). 

Bundestagswahl: Sat1 berichtet von „Rekordzahl von Unentschlossenen“

In der Frage, ob die Wahl bereits entschieden sei, sind die Bayern gespalten. 43 Prozent glauben, die Abstimmung sei noch offen, 42 Prozent sind der Auffassung, das Rennen sei bereits gelaufen. In den entsprechenden Umfragen („Sonntagsfrage“) führte die SPD zuletzt vergleichsweise deutlich. Auf die Veröffentlichung dieser Umfrageergebnisse verzichtete Sat1 wenige Tage vor dem Urnengang bewusst. Der Sender begründete den Schritt mit den „der Rekordzahl von Unentschlossenen“. Laut Sender würden 47 Prozent noch nicht wissen, welche Partei sie wählen wollen. (as)

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