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SPD-Vize Olaf Scholz sieht die Umfragewerte gelassen.

Steinbrück im Umfragetief

Bundestagswahl: Nur zwölf Prozent für SPD

Berlin - Eine große Mehrheit der Deutschen glaubt einer Umfrage zufolge nicht an einen Sieg der SPD bei der Bundestagswahl im September. SPD-Vize Scholz bleibt gelassen.

In einer Erhebung des Instituts Emnid für das Magazin „Focus“ gingen nur 12 Prozent der Befragten davon aus, dass der SPD-Spitzenkandidat Peer Steinbrück Bundeskanzler wird. 79 Prozent der Befragten gaben dagegen an, sie glaubten nicht an einen Erfolg Steinbrücks.

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD, der Bundestagsabgeordnete Klaus Barthel, sagte angesichts der schlechten Umfragewerte selbstkritisch: „Beinahe täglich werden uns die passenden Vorlagen geliefert, aber es gelingt uns nicht, sie zu nutzen.“

SPD-Vize Scholz: Über 30 Prozent reichen zum Wechsel

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Olaf Scholz sieht einen Wahlerfolg von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück trotz schlechter Umfragewerte weiter als erreichbar an. „Ich halte es für realistisch, dass die SPD über 30 Prozent kommt. Dann reicht es auch gemeinsam mit den Grünen für den Regierungswechsel“, sagte Scholz der „Wirtschaftswoche“.

Mangelnden Kampfgeist in der SPD empfindet Scholz nicht: „Ich sehe überall in der Partei den Willen, sich für den Regierungswechsel ins Zeug zu legen.“ SPD-Ministerpräsidenten wie Hannelore Kraft oder Stephan Weil seien „ein Pfund“, sagte Scholz, der in Hamburg eine SPD-Alleinregierung leitet. „Sie zeigen, dass es eine Alternative gibt.“

Peer Steinbrück: Von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen

Peer Steinbrück: Von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen

Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, sieht seine Partei trotzdem besser aufgestellt als vor vier Jahren. „Unsere Chancen für einen Regierungswechsel sind deutlich besser als 2009“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Samstag). „Die Wahl ist völlig offen. Die große Mehrheit hat doch noch gar nicht entschieden, wem sie ihre Stimme gibt.“

dpa

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