Annalena Baerbock und Robert Habeck auf einer Wahlveranstaltung in Frankfurt am Main.
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Die Grünen veröffentlichten ein neues Wahl-Video. Bei den Wähler kommt das gemischt an.

Wahlkampf zur Bundestagswahl

Neues Grünen-Wahl-Video - „Das geht unter die Haut“

Knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl veröffentlichten die Grünen ein neues Wahl-Video. Im Netz wird das Video mit gemischten Gefühlen aufgenommen.

Berlin - In aktuellen Umfrageergebnissen zur Bundestagswahl stehen die Grünen mit Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock nicht unbedingt gut da: Noch im Juni lag die Partei über der 20-Prozent-Marke, Anfang September dümpeln sie zwischen 15 und 17 Prozent. Auch bei der Beliebtheit der Kanzlerkandidatin sah es für Baerbock schon mal besser aus: Mit 15 Prozent Zustimmung liegt sie weit hinter SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz (29 Prozent). Möglicherweise kann der neue Wahl-Werbespot, den die Grünen am Freitag (10. September) veröffentlichten, der Partei neuen Aufschwung verleihen.

Zwei Wochen vor der Bundestagswahl geben die Grünen nochmal Gas - und veröffentlichen ein neues Wahlvideo. Handeln statt Sprechen scheint das Motto des Videos zu sein. Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock postete das Video auf Twitter mit der Überschrift: „Klimakrise ist jetzt. Hören wir auf, nur zu reden. Machen wir. Dafür am 26. September Grün wählen.“

Neues Grünen Wahlvideo: Handeln „bevor es zu spät ist“

Mit dramatischer Musik und Szenen eines zerstörten Waldes wirbt die Grünen-Chefin für ihre Partei. Man wolle nicht mehr nur über Klimaschutz reden, sondern endlich damit anfangen, so die Message des Videos. „Ihre Stimme entscheidet über die letzte Regierung, die aktiv Einfluss auf die Klimakrise nehmen kann. Bevor es zu spät ist“, sagt Baerbock. Sie stehe als Kanzlerkandidatin für die Veränderung, die das Land jetzt brauche.

„Eindrückliche Bilder, die klarmachen, dass die Klimakrise schon längst da ist, und das Weiter-so mit kleinen Korrekturen von CDU und SPD keine Option ist“, unterstützt Parteikollege und Bundestagskandidat Jürgen Kretz die Aktion. Auch bei einigen Wählerinnen und Wählern scheint das Video gut anzukommen. „Dieses Video geht wirklich so unter die Haut und dann noch diese Worte!“, schreibt ein Nutzer auf Twitter. „Gänsehaut! Absolute Gänsehaut!“, meint ein anderer.

Kritik an Grünen-Wahl-Video auf Twitter: Populistisch und kitschig

Andere Twitter-Nutzer ist der Spot der Grünen allerdings viel zu dramatisch. „Mit Schock-Bildern lassen sich Leichtgläubige schnell dazu bekommen allen Steuererhöhungen zuzustimmen, auch wenn diese natürlich nichts zum Klima beitragen“, schreibt ein User. Andere finden das Video „zu populistisch“ und „zu kitschig“. „Mit ein bisschen düsterer Musik und Weltuntergangsdrohung kann man das prima framen“, schreibt eine Userin.

Viele User kritisieren auch die Umgebung, die die Partei für das Video aussuchte: Der Wald sei wegen der Borkenkäfer kahl gefressen, nicht aufgrund des Klimawandels, argumentieren sie. Die Grünen sind damit nicht die einzigen, die für ihren Wahlspot kritisiert werden: Die SPD stand kürzlich für ein Werbevideo in der Kritik, in dem Teile der Union diffamiert wurden.

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