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Bundesumweltminister Peter Altmaier macht auch auf Twitter Politik

Altmaier wehrt sich gegen Twitter-Flut

Berlin - Die Energiewende macht auch vor sozialen Netzwerken nicht halt. Umweltminister Peter Altmaier muss sich gegen eine Flut von Twitter-Posts erwehren.

“An alle Super-Gau-Twitterer: Arbeite mit Hochdruck, dass Energiewende 2022 gelingt. Eure Aktion ist für die Erneuerbaren nicht hilfreich“, beschwerte sich der CDU-Politiker am Mittwochabend auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Zuvor hatten ihn zahlreiche Tweets erreicht, mit denen ein sofortiger Atomausstieg gefordert wird. “Lieber @peteraltmaier, warum wollen Sie mich 10 weitere Jahre dem Risiko eines Super-GAU aussetzen?“, zwitschern die Atomkraftgegner. Initiator der Aktion ist die Organisation “Ausgestrahlt“.

Bewirkt hat Altmaiers Appell nichts. Auch nach seiner Bitte vom Mittwochabend gab es zahlreiche Beschwerden. Der Atomausstieg sei schon 2015 machbar, Japan habe nur 14 Monate gebraucht, um alle Atomkraftwerke abzuschalten, schreiben die Twitter-Nutzer etwa. Altmaier legte daher noch einmal nach: “Die Super-Gau-Tweets bewirken, dass Tweets von Anderen nicht von mir gelesen werden. Schade. Sagt wie viele Ihr seid, aber spamt bitte nicht.“

Die Organisation “Ausgestrahlt“ will dennoch an der Aktion festhalten. Der Link zur Twitter-Botschaft bleibe bis auf Weiteres auf der Website der Organisation, sagte deren Sprecher Jochen Stay am Donnerstag. Als Grund für die Aktion nannte er, dass es normalerweise nicht möglich sei, so dicht an einen Minister heranzukommen. Briefe und E-Mails würden bei Mitarbeitern landen, nicht aber beim Minister selbst.

dapd

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