+
"Deutschland wird sich nicht der Verantwortung entziehen können": Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. 

Von der Leyen schließt das nicht aus

Bundeswehr bald auch in Libyen im Einsatz?

Berlin - Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) schließt einen Einsatz der Bundeswehr zur Stabilisierung Libyens nicht aus.

Der "Bild"-Zeitung sagte sie: "Deutschland wird sich nicht der Verantwortung entziehen können, dabei einen Beitrag zu leisten." Das wichtigste sei jetzt, das von Islamisten bedrohte Land zu stabilisieren und dafür zu sorgen, dass Libyen eine funktionsfähige Regierung bekomme. Die werde dann schnell Hilfe benötigen, Recht und Ordnung in diesem riesigen Staat durchzusetzen.

Es müsse zudem verhindert werden, dass der islamistische Terror im Norden Afrikas eine Achse bilden könne. Die Terrormiliz Islamischer Staat suche in Libyen die Verbindung zur Islamisten-Organisation Boko Haram im zentralen Afrika. "Wenn das gelingt, dann entsteht eine Achse des Terrors, die weite Teile Afrikas destabilisieren kann. Die Folge wären neue Flüchtlingsströme. Das dürfen wir nicht zulassen."

Die Ministerin sprach sich weiter für eine deutliche Aufstockung des Wehretats aus. "Die Bundeswehr ist in zahlreichen Einsätzen weltweit gefordert. Wenn wir all das von unserer Bundeswehr verlangen, müssen wir in Personal wie in moderne, sichere Ausrüstung investieren. Das werde ich dem Bundesfinanzminister wohlbegründet darlegen", erklärte von der Leyen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

CDU, CSU und FDP sehen erstes Jamaika-Treffen positiv
Freundliche Worte, guter Wille und Hinweise auf erwartete Schwierigkeiten bei den Jamaika-Verhandlungen: Nach einem ersten Abtasten haben sich Union, FDP und Grüne am …
CDU, CSU und FDP sehen erstes Jamaika-Treffen positiv
Jamaika-Gruß vom Balkon: So lief das erste Beschnuppern
Das erste Abtasten und ein Gruß vom Balkon: Bei zwei getrennten Treffen sondiert die Union mit FDP und Grünen. Die Bilanz nach dem Schnuppertag ist verhalten positiv, …
Jamaika-Gruß vom Balkon: So lief das erste Beschnuppern
Sachsens Regierungschef Tillich wirft nach Wahlschlappe hin
Bei der Bundestagswahl jubelte die AfD in Sachsen - und löste die CDU als stärkste Kraft im Freistaat ab. Nun zieht Regierungschef Tillich persönliche Konsequenzen. …
Sachsens Regierungschef Tillich wirft nach Wahlschlappe hin
Trump attackiert NFL im Streit um Protestgesten
US-Präsident Donald Trump hat den Streit um die angeblich mangelnde patriotische Gesinnung von Sportstars erneut angeheizt. Jetzt nimmt der Präsident die NFL ins Visier.
Trump attackiert NFL im Streit um Protestgesten

Kommentare