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Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen spricht bei dem Termin in Ingolstadt mit den syrischen Auszubildenden.

Beitrag zur Integration

Bundeswehr bildet ab sofort syrische Flüchtlinge aus

Ingolstadt - 45 Syrer erhalten bei der Bundeswehr eine Ausbildung. Verteidigungsministerin von der Leyen unterzeichnete am Donnerstag einen entsprechenden Vertrag.

Mit einem Ausbildungsprogramm für 45 Syrer will die Bundeswehr einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen leisten. Die Kooperationsvereinbarung für das Pilotprojekt unterzeichneten Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, am Donnerstag in einem Ausbildungszentrum der Bundeswehr in Ingolstadt. Viele Unternehmen seien sehr wohl bereit, Flüchtlinge einzustellen, betonte Weise. Dies scheitere aber häufig an fehlenden Sprachkenntnissen. Er sagte: „Das Schreiben ist die Haupthürde.“ Nur etwa zehn Prozent der Flüchtlinge, die zuletzt gekommen seien, hätten eine „gute, auch zertifizierte Qualifikation“.

Ausbildung soll auch in der Heimat helfen

Die Syrer sollen bei der Bundeswehr Fähigkeiten erwerben, die ihnen nicht nur in Deutschland, sondern auch nach einer Rückkehr in die Heimat nützen. Die Bundeswehr vermittelt ihnen Grundkenntnisse in den Bereichen Handwerk, Sanitätsdienst, Technik und Bau. Die Kurse haben am Montag begonnen und finden an sechs Standorten in Bayern, Niedersachsen und Berlin statt. Sie dauern je vier Wochen. Wer will, kann mehrere Kurse besuchen. Das Projekt war eigentlich für bis zu 120 Flüchtlinge ausgelegt. Es fanden sich jedoch zunächst nicht genügend geeignete Interessenten. Die Teilnehmer erhalten während der Maßnahme Arbeitslosengeld II.

Die Bundeswehr hatte im vergangenen Jahr geholfen, die Unterbringung und Versorgung neu angekommener Flüchtlinge zu organisieren. Zeitweise waren bis zu 9000 Soldaten im Einsatz.

dpa

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