Ermittlungen gegen Studenten

Offiziersanwärter offenbar wegen rechtsradikaler Sprüche entlassen

Der Fall Franco A. und seine Folgen lässt die Bundeswehr nicht los. Nun sollen zwei Offiziersanwärter entlassen worden sein - weil sie durch rechtsradikale Sprüche aufgefallen waren.

München - Die Ermittlungen gegen rechtsradikale Soldaten an der Bundeswehr-Universität in München haben einem Medienbericht zufolge erste Konsequenzen. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel wurden in der vergangenen Woche zwei junge Offiziersanwärter fristlos aus der Bundeswehr entlassen. Sie seien Ende 2016 und Anfang dieses Jahres durch Sprüche wie „Juden-Schwein“ und „Heil Hitler“ aufgefallen.

Die Ermittlungen des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) gegen mehrere aktive und ehemalige Studenten der Bundeswehr-Uni waren im Zusammenhang mit den Nachforschungen im Fall des rechtsextremen Oberleutnants Franco A. bekannt geworden. Der Terrorverdächtige und sein mutmaßlicher Komplize Maximilian T. hatten möglicherweise beide Kontakt zu einem Studenten der Hochschule, der dem MAD schon früher wegen rechter Umtriebe aufgefallen war. Der inzwischen inhaftierte Franco A. soll Anschläge auf Politiker geplant haben. Er führte ein Doppelleben als „syrischer Flüchtling“.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Fall Sami A.: Politik ohne Respekt vor der Justiz?
Haben Politik und Behörden im Fall Sami A. die Justiz hinters Licht geführt? Das Oberverwaltungsgericht fühlt sich von der Politik in seiner Unabhängigkeit nicht ernst …
Fall Sami A.: Politik ohne Respekt vor der Justiz?
Kanzlerin mahnt in Sachsen Augenmaß bei Kritik an
Neukirch (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei einem Firmenbesuch des Maschinenbauers Trumpf in Sachsen für Augenmaß bei Kritik geworben. "Die Kritik hat …
Kanzlerin mahnt in Sachsen Augenmaß bei Kritik an
Brasilien-Wahl: Ex-Präsident Lula mischt aus der Haft mit
Der frühere Staatschef sitzt im Gefängnis - trotzdem hat ihn seine Partei als Kandidaten registriert. Sollten die Richter seine Teilnahme an der Wahl im Oktober …
Brasilien-Wahl: Ex-Präsident Lula mischt aus der Haft mit
Türkei-Krise spitzt sich zu: Türkischer Finanzminister telefoniert mit Scholz
Die Ankündigung höherer US-Strafzölle trifft die Türkei schwer. Erdogan forderte Bürger auf, bestimmte US-Produkte fortan zu boykottieren. Wir berichten im News-Ticker.
Türkei-Krise spitzt sich zu: Türkischer Finanzminister telefoniert mit Scholz

Kommentare