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18,5 Milliarden Euro um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden. Der Bundeswehrverband fordert eine Aufstockung des Wehretats.

Truppen werden sonst in Burnout getrieben

Bundeswehr fordert 18,5 Milliarden Euro mehr

Berlin - Der Bundeswehrverband hat eine Aufstockung des Etats um 18,5 Milliarden Euro in den nächsten vier Jahren gefordert. "Die Streitkräfte werden flächendeckend in den Burnout getrieben, wenn nichts passiert."

Das sagte der Verbandschef André Wüstner der Deutschen Presse-Agentur. Schon 2017 müssen seiner Meinung nach drei Milliarden Euro zusätzlich für die Bundeswehr bereitgestellt werden, damit sie den gestiegenen Anforderungen gerecht werden kann. In den Jahren danach müssten im Vergleich zur jetzigen Planung weitere 15 Milliarden hinzukommen.

Am kommenden Mittwoch will das Kabinett die Eckwerte für den Haushalt 2017 und die mittelfristige Finanzplanung bis 2020 beschließen. "Auch der Bundesregierung muss klar sein, dass die Bundeswehr ein enormer Sanierungsfall ist und aufgrund der sicherheitspolitischen Lage dringender Handlungsbedarf besteht", sagte Wüstner. Der Bundeswehrverband gilt als Gewerkschaft der Soldaten.

In diesem Jahr fließen 34,3 Milliarden Euro in die Bundeswehr und ihre Ausrüstung. Das sind 10,8 Prozent des Gesamthaushalts. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will in den nächsten 15 Jahren 130 Milliarden Euro in die Modernisierung der Bundeswehr-Ausrüstung stecken. Im April will sie zudem über eine mögliche Personalaufstockung entscheiden. Im Gespräch ist die Vergrößerung der Bundeswehr um 7000 Soldaten und 3000 zivile Mitarbeiter.

dpa

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