+
Ursula von der Leyen muss für diese Übergangslösung wohl tief in die Tasche greifen.

Teure Übergangslösung

Bundeswehr-Kampfdrohnen kosten mehr als eine Milliarde Euro

Das Anmieten von fünf Kampfdrohnen soll mehr als eine Milliarde Euro kosten. Dabei sind die Flugobjekte nur als Übergangslösung gedacht.

Berlin - Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) muss für die Anmietung von fünf Kampfdrohnen mehr als eine Milliarde Euro aufbringen. In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben von Finanzstaatssekretär Jens Spahn an den Haushaltsausschuss des Bundestags werden die Gesamtkosten für die israelischen „Heron TP“-Drohnen inklusive Betrieb, Wartung, Instandhaltung und Ausbildung von Drohnenpiloten auf 1,024 Milliarden Euro beziffert. Die unbemannten Flugzeuge sind eine Übergangslösung bis zum Jahr 2025. Dann sollen sie durch eine europäische Kampfdrohne ersetzt werden, die derzeit noch entwickelt wird.

Von der Leyen hatte sich Anfang 2016 für die „Heron TP“-Drohnen des israelischen Herstellers IAI entschieden. Sie sind 14 Meter lang, haben eine Spannweite von 26 Metern und können bei Bedarf mit Raketen bewaffnet werden. Sie sollen die derzeit von der Bundeswehr in Afghanistan und Mali genutzten Aufklärungsdrohnen ersetzen, die für eine Bewaffnung zu klein sind.

Eine inzwischen gescheiterte Klage des US-Konkurrenzunternehmens General Atomics gegen die Auftragsvergabe hatte das Drohnen-Projekt aufgehalten. Die Unterzeichnung der Verträge mit neun Jahren Laufzeit ist jetzt für den Sommer geplant. Dann soll es noch einmal 27 Monate dauern, bis die Drohnen voraussichtlich Ende 2019 einsatzfähig sind.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Islam-Organisation Ditib stellt Pläne für den Neustart vor
Köln (dpa) - Die größte Islam-Organisation in Deutschland, Ditib, hat nach anhaltender Kritik einen Neustart angekündigt und will dazu heute ihre Vorstellungen …
Islam-Organisation Ditib stellt Pläne für den Neustart vor
Brexit-Abstimmung im Ticker: Unterhaus schmettert Deal ab - nun stellt sich May dem Misstrauensvotum
Die Abstimmung im britischen Unterhaus über den Brexit-Deal endet mit einer krachenden Niederlage Theresa Mays. Schon am Mittwoch wird sie sich einem Misstrauensvotum …
Brexit-Abstimmung im Ticker: Unterhaus schmettert Deal ab - nun stellt sich May dem Misstrauensvotum
Trumps Justizminister-Kandidat: Es gibt keine "Hexenjagd"
Ob Donald Trump ihm das durchgehen lässt? Sein Kandidat für das Amt des US-Justizminister widerspricht seinem (vielleicht) künftigen Chef schon jetzt - und verteidigt …
Trumps Justizminister-Kandidat: Es gibt keine "Hexenjagd"
Neuer Migrantentreck auf dem Weg: Trump sieht seine Mauer-Forderungen bestätigt
Der künftige Justizminister überrascht mit einer gewagten Aussage. Währenddessen macht sich ein neuer Migrantentrack auf den Weg Richtung USA. Trump sieht sich bestätigt.
Neuer Migrantentreck auf dem Weg: Trump sieht seine Mauer-Forderungen bestätigt

Kommentare