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Selbst soll der Kommandant werden: In der Bundeswehr werden wohl Geldsummen für Reparaturen vorgestreckt.

Um monatelange Wartezeiten zu umgehen

Für kleine Reparaturen: Bundeswehr-Kommandeure sollen diese Summe gestellt bekommen

Die Bundeswehr-Kommandeure sollen bei Ausrüstungsmängeln selbständig tätig werden. Deshalb wird ihnen einem Bericht zufolge eine entsprechende Summe zur Verfügung gestellt.

Berlin - Bundeswehr-Kommandeure sollen nach einem Bericht des Focus kleine Ausrüstungsmängel ab sofort in Eigenregie schneller beseitigen können. Das Bundesverteidigungsministerium habe 376 Truppenkommandeuren und Dienststellenleitern jeweils 25.000 Euro Handgeld bereit gestellt, berichtet das Nachrichtenmagazin Focus laut Vorabmeldung in seiner neuen Ausgabe.

Mit dem Geld sollten unter anderem kleine Reparaturen sofort gemacht und bezahlt werden. Bisher gab es nur bei der Marine so genannte Handkassen mit oft weniger als tausend Euro.

Reaktion auf Unmut der Soldaten über monatelange Wartezeiten

Wie der Focus weiter schreibt, reagiert das Ministerium mit dem Handgeld auf den Unmut vieler Soldaten über monatelange Wartezeiten bei Bestellungen und Reparaturaufträgen. Es sei nun möglich, beispielsweise dringend benötigte Handstaubsauger für Panzer direkt im Baumarkt zu kaufen und nicht mehr den umständlichen und langwierigen Weg über die bundeswehrinterne Beschaffung zu gehen, hieß es.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Thomas Silberhorn (CSU), sagte dem Magazin, Kommandeure müssten kommandieren, also ihren Verband führen. Dazu bräuchten sie mehr Entscheidungsspielraum und Ressourcen. "Wir delegieren also Verantwortung und geben das nötige Vertrauen dazu." Das Projekt läuft dem Bericht zufolge zunächst bis Frühjahr 2020 und soll dann evaluiert werden.

Bei dem Interview, das Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) jetzt zu seiner Zeit als Verteidigungsminister gab, ging es auch um die Ausrüstung der Soldaten – er rechnete dabei mit Angela Merkel ab. Eine englische Zeitung blamiert sich mit einem Begriff aus der dunklen Zeit der deutschen Geschichte - das Verteidigungsministerium reagiert cool. Mit einem Marsch durch Berlin haben Bundeswehr-Soldaten Touristen irritiert. Derweil wurde allen Tiger-Hubschraubern Startverbot erteilt.

Unmut gibt es auch beim Kauf der neuen Kampfjet-Flotte der Bundeswehr. Denn Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer wird offensichtlich vor vollendete Tatsachen gestellt und muss wie es scheint Flieger aus den USA kaufen. 

afp

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