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Das G36-Maschinengewehr soll durch ein neueres Modell ersetzt werden. Nun droht der nächste Ärger.

Droht das nächste Debakel?

Bundeswehr: Panne bei neuem Maschinengewehr

Berlin - Das MG5 soll das neue Standard-Maschinengewehr der Truppe werden. Doch bei einer abschließenden Prüfung gibt es Unregelmäßigkeiten. Droht nach den Problemen mit dem Sturmgewehr G36 die nächste Panne?

Nach den Schwierigkeiten mit dem Sturmgewehr G36 hat die Bundeswehr auch Ärger mit dem neuen Maschinengewehr MG5 eingeräumt. Wegen der Probleme werde sich die ursprünglich für diesen Sommer geplante Auslieferung voraussichtlich bis 2016 verzögern, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Sonntag. An der grundsätzlichen Tauglichkeit des Gewehrs - das wie das G36 von Heckler & Koch hergestellt wird - ändere dies jedoch nichts: „Wir gehen davon aus, das MG5 ist geeignet.“ Über die Lieferverzögerung hatte zuerst die „Bild am Sonntag“ berichtet.

Dem Sprecher zufolge hatte das Heer die Waffe im Januar 2015 als „bedingt geeignet“ bewertet und Änderungswünsche formuliert, die danach berücksichtigt wurden. Dafür habe es „Unregelmäßigkeiten“ gegeben bei der abschließenden Typ- und Ablieferungsprüfung, bevor die Waffe in Serienfertigung geht. Nähere Details dazu nannte der Sprecher nicht. Die Prüfung dauere noch an.

Das MG5 soll das neue Standard-Maschinengewehr der Truppe werden. Insgesamt 12 733 Exemplare orderte das Verteidigungsministerium im Juli 2013 bei Heckler & Koch. Als Kosten sind rund 200 Millionen Euro veranschlagt.

Zum G36 hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) im April erklärt, das Gewehr habe in seiner jetzigen Form wegen Präzisionsproblemen im erhitzten Zustand keine Zukunft. Ob die 167 000 G36-Exemplare ausgemustert werden müssen oder nachgerüstet werden können, will ihr Ministerium erst im nächsten Jahr entscheiden.

Heckler & Koch und die Bundeswehr streiten derzeit vor Gericht darüber, ob das G36 Mängel aufweist oder nicht. Zudem untersuchen drei Kommissionen des Ministeriums, was schief gelaufen ist. Sie sollen klären, ob Soldaten im Einsatz gefährdet wurden, wie Abläufe im Ministerium verbessert werden können und ob es Anhaltspunkte für Korruption gibt. Die Ergebnisse sollen Mitte Oktober vorgestellt werden.

dpa

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