Der Fall Franco A.

Bundeswehr-Skandal: Amt räumt Versäumnisse ein

Berlin - Im Fall des Soldaten Franko A. hat die Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Jutta Cordt, eingeräumt, dass in ihrer Behörde wohl zwingende Sicherheitsvorkehrungen nicht befolgt wurden.

Nach bisherigen Erkenntnissen deute nichts auf strukturelle Mängel im Asylverfahren hin, sagte sie gegenüber dem Münchner Merkur. Cordt kündigte an, aus diesem Fall Konsequenzen zu ziehen. „Wir werden uns die moderne Technik besser zu Nutze machen“, sagte sie. 

Getestet werde bereits der Einsatz von Sprachidentifizierungssoftware im Asylverfahren, um die Herkunft von Flüchtlingen eindeutig nachzuweisen. Auch von der möglichen Auswertung von Handy-Daten erhofft sie sich Hilfe bei der Klärung von Identitäten. 

Außerdem kündigte Cordt an, die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden weiter zu verbessern. Aktuell werden Fingerabdrücke und Daten über Nacht abgeglichen. „Unser Ziel ist es, dass dieser Abgleich in Echtzeit funktioniert.“

mm

Rubriklistenbild: © dpa

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