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Die Bundeswehr hat mit sinkenden Rekrutenzahlen zu kämpfen.

Diskussion

Verband: Bundeswehr muss sich für Comeback der Wehrpflicht rüsten

Berlin - Erst diese Woche zweifelte der Wehrbeauftragte Hans-Peter-Bartels, dass die Wiedereinführung der Wehrpflicht sinnvoll sei. Der Bundeswehrverband sieht das anders.

Die Streitkräfte müssen nach Ansicht des Bundeswehrverbands jederzeit für eine Wiedereinführung der Wehrpflicht gewappnet sein. „Auch wenn ich die Notwendigkeit dazu aktuell nicht sehe: Die Reaktivierung der Wehrpflicht muss jederzeit möglich sein“, sagte Verbandschef André Wüstner der Deutschen Presse-Agentur. Es sei elementar wichtig, dafür die Infrastruktur und Abläufe zu schaffen. „Alles andere wäre kurzsichtig und definitiv unklug“, sagte Wüstner. „Wer früh plant, kann hinterher frei entscheiden.“

Angesichts drängender Forderungen Amerikas nach mehr Engagement der Bundeswehr in der Nato hatte der Reservistenverband eine Wiedereinführung der Wehrpflicht ins Spiel gebracht - in Form einer allgemeinen Dienstpflicht, in der man zwischen Wehr- und Ersatzdienst wählen kann. Der Vorschlag stieß auf Kritik. Die Bundeswehr hat nach Einschätzung des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels nach den Sparzwängen der vergangenen Jahre gar nicht mehr die Kapazitäten, um so viel Nachwuchs aufzunehmen und auszubilden.

Die Wehrpflicht war 2011 ausgesetzt worden. Die Bundeswehr muss nun wie andere Arbeitgeber verstärkt um Nachwuchs werben.

dpa

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