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Tornado-Pilot mit einer Nachtsichtbrille in Incirlik. Zwei im Kampf gegen den IS eingesetzten "Tornado"-Kampfjets der Bundeswehr mussten im Nordirak zwischenlanden. Foto: Bundeswehr/Falk Bärwald

Zwischenfall

"Luftnotlage": Bundeswehr-Tornados müssen im Irak landen

Die Bundeswehr unterstützt den Kampf gegen die Terrormiliz IS mit Aufklärungsjets. Jetzt hat es im Nordirak einen Zwischenfall gegeben.

Berlin - Ein technischer Defekt hat zwei im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) eingesetzte Tornado-Jets der Luftwaffe zu einer Zwischenlandung im Nordirak gezwungen.

Die Bundeswehr sprach am Montagabend von einer "Luftnotlage", ein Sprecher des Einsatzführungskommandos in Potsdam betonte jedoch, es habe sich nicht um eine Notlandung gehandelt.

Der Defekt wurde den Angaben zufolge am Montag durch starke Turbulenzen bei einer routinemäßigen Luftbetankung an einem der Aufklärungsjets verursacht. Die Betankung musste daraufhin abgebrochen werden. Die Piloten hätten entschieden, den nächstgelegenen Flugplatz in Erbil in der nordirakischen Kurdenregion anzusteuern, da eine Rückkehr zum Nato-Stützpunkt im türkischen Incirlik mangels Treibstoff nicht mehr möglich gewesen sei, erklärte die Bundeswehr.

Nachdem die beiden Tornados gegen 15.30 Uhr in Erbil gelandet waren, stellte sich den Angaben zufolge heraus, dass der Tankausleger beschädigt wurde, die Maschine jedoch weiter flugfähig war. Nach der Betankung am Boden seien beide nach Incirlik zurückgeflogen und dort am Abend sicher gelandet.

Die Bundeswehr unterstützt von der Nato-Basis aus die Luftangriffe der Militärallianz im Kampf gegen den IS. Sie setzt dabei neben sechs Tornado-Aufklärungsflugzeugen auch ein Tankflugzeug ein. Künftig sollen auch deutsche Soldaten in Nato-Aufklärungsmaschinen vom Typ "Awacs" die Luftangriffe auf IS-Stellungen in Syrien und Irak unterstützen. Der Bundestag wird voraussichtlich schon im November über den Einsatz abstimmen.

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