Sachsens Ministerpräsident Tillich tritt zurück

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Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU).

Arbeitsplatz soll attraktiver werden

Bundeswehr: Von der Leyen plant mehr Teilzeit

Berlin - Ursula von der Leyen will die Bundeswehr als Arbeitgeber attraktiver machen und setzt deshalb auf mehr Teilzeitarbeit. Das sei ein zentraler Punkt der Bundeswehrreform.

Der von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgelegte Plan zur Steigerung der Attraktivität der Bundeswehr als Arbeitgeber könnte zu einer wachsenden Zahl von Soldaten führen. Ein Punkt des Ende Mai vorgelegten Plans ist die Möglichkeit zu mehr Teilzeit - und "das heißt nach Adam Riese", dass natürlich mehr Menschen die 185.000 geplanten Vollzeitstellen bei der Bundeswehr ausfüllen können, wie von der Leyen der Juli-Ausgabe des Magazins "Die Bundeswehr" sagte.

Im zivilen Bereich der Bundeswehr arbeiten rund 10.000 Menschen in Teilzeit, im militärischen nur rund 1000, wie ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Samstag sagte. Das soll sich ändern. "Die Wirtschaft macht uns seit vielen Jahren vor, was alles beim Thema Teilzeit geht und dass die Ergebnisse stimmen", sagte die Ministerin dem Magazin des Bundeswehrverbandes. In ihrem Acht-Punkte-Plan heißt es unter dem vierten Punkt "Arbeitsautonomie", dass alle Beschäftigten ab Mitte 2015 auf Langzeitarbeitskonten Zeitguthaben ansparen oder mehr von Zuhause per Laptop arbeiten können. Auch Aufstieg und Führung sollen auch in Phasen der Teilzeit möglich sein.

Die Umsetzung dieser Pläne beginne nun, sagte der Ministeriumssprecher. Teilzeitangebote soll es demnach für Beschäftigte im "Grundbetrieb" geben - also nicht für Soldaten im Einsatz oder bei Übungen. Denkbar sei etwa die Reduzierung der Arbeitszeit auf 80 Prozent oder auch Halbtags-Jobs.

Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus sagte der "Süddeutschen Zeitung" vom Samstag, "die Evaluation der Neuausrichtung ist eine Chance, sowohl im militärischen als auch im zivilen Bereich noch einmal über die Kopfzahlen nachzudenken". Bisher sei noch nicht erkennbar, wie die Bundeswehr auf famlienbedingte Abwesenheiten und Teilzeitbeschäftigung reagieren wolle. Die Grünen-Verteidigungsexpertin Agnieszka Brugger kritisierte, von der Leyen stelle die Gesamtgröße der Bundeswehr und damit "das Fundament" der Bundeswehrreform, einfach mit einem Nebensatz in Frage, um sie ihrer Attraktivitätsagenda anzupassen. Nötig sei ein "schlüssiges Personalkonzept".

Mit der Bundeswehrreform soll die Truppe an die veränderte Bedrohungslage nach dem Ende des kalten Kriegs und an eine schrumpfende Bevölkerung angepasst werden. Die Wehrpflicht wurde ausgesetzt, Standorte wurden geschlossen, die Zahl der Soldaten soll auf bis zu 185.000 Soldaten verkleinert werden. Bis Ende dieses Jahres ollen die bislang getroffenen Entscheidungen evaluiert werden.

AFP

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