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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Kein "Breite vor Tiefe"

Bundeswehrreform: Von der Leyen distanziert sich

Berlin - Angesichts der Ausrüstungsmisere der Bundeswehr verabschiedet sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen von einem Leitmotiv der von ihren Vorgängern konzipierten Streitkräftereform.

In einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Redaktion der Bundeswehr distanzierte sich die CDU-Politikerin von dem Prinzip „Breite vor Tiefe“, nach dem die Truppe alle militärischen Fähigkeiten haben soll, aber dafür alle auch nur in begrenztem Maße.

„Ich halte nichts von solchen Schlagworten“, sagte von der Leyen. Die Bundeswehr müsse für ihre führende Rolle bei Ausbildungsmissionen wie im Irak und in Afghanistan oder für die schnelle Eingreiftruppe der Nato zwar immer „eine angemessene Breite“ an Fähigkeiten vorhalten. „Wir brauchen aber ebenso dringend bei einzelnen Schlüsselfähigkeiten mehr Durchhaltetiefe.“

Die Ministerin stellte unter anderem die von ihrem Vorgänger Thomas de Maizière (CDU) festgelegten Obergrenzen für die großen Waffensysteme infrage. „In einem ersten Schritt wollen wir zum Beispiel mit der Praxis Schluss machen, dass wir überschüssiges gutes Material, beispielsweise Leopard 2, abgeben oder verschrotten.“ De Maizière hatte eine Verringerung der Zahl der „Leopard 2“-Kampfpanzer von 350 auf 225 geplant.

dpa

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